Verwirrter Gesichtsausdruck soll Software-Lehrer bremsen
US-Forscher wollen eine Software entwickeln, die Lehrvideos langsamer abspielt, wenn der Zuschauer verwirrt wirkt.
Jacob Whitehill und Kollegen von der University of California, San Diego, haben in eine Pilotstudie gezeigt, dass die maschinelle Analyse des Gesichtsausdrucks zur Steuerung von Lernprogrammen verwendet werden kann. Die Arbeit (PDF-Datei) soll auf zwei Fachkonferenzen vorgestellt werden.
"Wenn ich als Student, der von einer Maschine unterrichtet wird, gerade komplett verwirrt bin, aber die Maschine präsentiert immer weiter neues Material, dann ist das nicht sehr nützlich für mich", sagt Whitehill. "Aber wenn die Maschine stattdessen sagt: Oh warte, Du siehst verwirrt aus. Lass uns das nochmal wiederholen, wäre das sehr gut."
Whitehill ließ deshalb eine Software den Gesichtsausdruck von Probanden analysieren, während er per Videokonferenz gleichzeitig Lektionen in deutscher Grammatik gab. Die Auswertung dieses und anderer Versuche zeigt, dass jemand, der Verständnis-Schwierigkeiten hat oder sich stark konzentrieren muss, beispielsweise wesentlich weniger häufig blinzelt. Zur Zeit arbeiten Whitehill und seine Kollegen nun an einem "intelligenten Video Player", dessen Abspiel-Geschwindigkeit vom Gesichtsausdruck des Benutzers abhängt (Video). (wst)