Intel baut "fĂĽhlende" Roboter

Eine "Pre-Touch" genannte Technik setzt auf Messung elektrischer Felder in Roboterhänden und Roboterarmen.

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Das Intel-Forschungslabor im US-amerikanischen Seattle hat eine Technik entwickelt, mit der Roboter vor dem Ergreifen von Gegenständen ihre Dimensionen über ein elektrisches Feld erfassen können. Wie das Technologiemagazin Technology Review in seiner Online-Ausgabe berichtet, sitzen die "Pre-Touch" genannten Sensoren aktuell in Prototypen von Roboterhänden und Roboterarmen und erleichtern es ihnen, bislang unbekannte Objekte mit dem notwendigen Feingefühl zu umgreifen.

Die Funktionsweise von "Pre-Touch" ist dabei verhältnismäßig unkompliziert: Jeder einzelne Sensor besteht aus einfachen Elektroden aus Kupfer- und Aluminium-Folie – im Fall der Roboterhand sitzen sie an der Spitze des Daumens und jedes einzelnen Fingers. Dann wird ein elektrisches Feld zwischen den einzelnen Sensoren angelegt. Kommt nun ein leitfähiger Gegenstand in die Nähe der Sensoren, etwa ein Objekt aus Metall oder menschliche Gliedmaßen, wird der induzierte Strom in den einzelnen Fingerelektroden reduziert. Spezielle Algorithmen verarbeiten diese Daten dann und instruieren die Roboterfinger, sich um das Objekt herum zu bewegen.

Zwar ist diese auch "EF-Sensing" genannte Technik nur einer von mehreren Ansätzen, über die Roboter ihre Umwelt erfassen können, doch sie ist im Vergleich zu optischen Bilderkennungsverfahren recht kostengünstig und funktioniert auch, wenn der Roboter selbst das Bild verdeckt. Intel hofft, dass die Technik etwa in Haushaltsrobotern untergebracht werden kann, die eines Tages beispielsweise Senioren zur Hand gehen könnten.

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(bsc)