Lohnen teure Silber- und Flüssigmetall-Wärmeleitpasten?

Im Handel habe ich Silber- und Flüssigmetall-Wärmeleitpasten mit angeblich besonders guter Wärmeleitfähigkeit entdeckt. Verbessern diese die Kühlung oder reicht die beim Prozessorkühler mitgelieferte Paste aus?

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Im Handel habe ich Silber- und Flüssigmetall-Wärmeleitpasten mit angeblich besonders guter Wärmeleitfähigkeit entdeckt. Verbessern diese die Kühlung oder reicht die beim Prozessorkühler mitgelieferte Paste aus?

Nach unserer Erfahrung spielt die Zusammensetzung der Wärmeleitpaste nur eine untergeordnete Rolle für die Kühlleistung. Viel wichtiger für eine optimale Wärmeübertragung zwischen Prozessor und CPU-Kühler sind ein ausreichend hoher Anpressdruck und die richtige Anwendung der Wärmeleitpaste: Es reicht, vor der Kühlermontage einen nicht mal erbsengroßen Tropfen auf den Heatspreader zu geben.

Die Wärmeleitpaste soll lediglich die luftgefüllten Unebenheiten zwischen der Kühleroberfläche und dem Heatspreader der CPU ausfüllen, da Luft ein sehr schlechter Wärmeleiter ist. Eine dicke Schicht verschlechtert hingegen den Wärmeübergang vom Prozessor auf den Kühlkörper. Letztere bestehen aus Metallen wie Aluminium oder Kupfer, die die Wärme rund 20 Mal besser leiten als handelsübliche Pasten. Deshalb sollte der Kühler möglichst direkten Kontakt zum CPU-Heatspreader haben. (chh)