VDI: IT-Branche seit Jahren Job-Motor
Viele IT-Unternehmen haben laut dem Ingenieursverband 2012 zum dritten Mal in Folge ein Umsatzplus verzeichnet. Das schlage sich auch auf den Arbeitsmarkt nieder.
In der IT-Branche steigt die Zahl der Beschäftigten dank neuer Trends wie Cloud Computing und intelligente Netze seit Jahren an. Viele IT-Unternehmen hätten 2012 zum dritten Mal in Folge ein Umsatzplus verzeichnet, teilte der Verband Deutscher Ingenieure (VDI) am Montag auf der CeBIT in Hannover mit. Das schlage sich auch auf den Arbeitsmarkt nieder. "Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Informatiker befand sich mit über 191.000 im Jahr 2011 auf Rekordniveau – und ein Ende dieses kontinuierlichen Anstiegs ist nicht in Sicht", sagte Ina Kayser, Arbeitsmarktexpertin beim VDI.
Im Jahr 2012 habe es permanent mehr als 20.000 offene Stellen für Informatiker gegeben – trotz des Abschwungs der deutschen Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte. Im Schnitt habe es 3,7 offene Stellen je arbeitslosen Informatiker gegeben. Die Unternehmen spüren allerdings die Folgen. Laut einer VDI-Umfrage gehen 22 Prozent der Befragten von einer anhaltend schlechten Verfügbarkeit von Fachkräften aus, 70 Prozent erwarten, dass der Bedarf an ausgebildeten Mitarbeitern bis 2014 weiter steigen werde.
"Unternehmen gehen je nach Größe sehr unterschiedlich mit der schlechten Bewerberlage um", sagte Dieter Westerkamp vom VDI. Große Unternehmen versuchten zu 53 Prozent, das Problem mit dem Auslagern von Dienstleistungen aufzufangen, zum Teil auch ins Ausland. Dagegen setzten kleine und mittlere Unternehmen vermehrt auf die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. (anw)