Erweiterte Ermittlung von TV-Einschaltquoten
Künftig werden bei der Ermittlung der Fernseh-Einschaltquoten auch Aufnahme-Geräte wie DVD-Recorder und Festplatten-Receiver berücksichtigt sowie eventuell mitschauende Gäste mitgezählt.
Bei der Ermittlung der Fernseh-Einschaltquoten steht zum 1. Juli eine der aufwendigsten Umstellungen der vergangenen Jahre an. In Zukunft wird zusätzlich zur Zahl der Zuschauer, die eine Sendung anschauen, auch gemessen, wie viele sie auf ihrem DVD-Recorder oder Festplatten-Receiver aufnehmen und erst später sehen. Außerdem werden die Gäste gezählt, die zum gemeinsamen Fernsehabend vorbeikommen. "Mit diesen Neuheiten soll das Bild der Fernsehnutzung noch umfassender erfasst werden", sagt Michael Darkow von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Nürnberg, die die Quoten im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) erhebt.
Parallel zu der Ermittlung der neuen Daten werden sämtliche der rund 8000 Messgeräte ausgetauscht, die in den mehr als 5000 Test-Haushalten stehen. Der Geräte-Austausch kostet die AGF – zu der ARD, ZDF, die RTL-Senderfamilie sowie die ProSiebenSat.1-Gruppe gehören – rund 20 Millionen Euro. Die AGF verspricht sich von der Umstellung nach eigenen Angaben ein noch exakteres Bild davon, welche Sendung von wie vielen Zuschauern gesehen wird. Die Einschaltquoten werden ermittelt, indem die Fernsehnutzung der repräsentativ ausgesuchten Haushalte auf alle Einwohner Deutschlands hochgerechnet wird. (dpa)/ (vza)