Microsoft will die semantische Suchmaschine Powerset kaufen
Der Kaufpreis für die im Mai gestartete Suchmaschine, die Anfragen in ganzen Sätzen erlaubt, könnte bei 100 Millionen und mehr liegen.
Microsoft will die im Mai gestartete semantische Suchmaschine Powerset für 100 Millionen US-Dollar kaufen, wie der Nachrichtendienst VentureBeat berichtet. Einem Gerücht zu Folge könnte der Kaufpreis sogar noch höher liegen. Genaueres wird Microsoft vermutlich im kommenden Monat verlauten lassen. Die Themen Suche und Werbung im Internet verpasst zu haben, wie Bill Gates zu seinem Abschied bedauerte, bedeutet für Microsoft demnach nicht, den Kopf in den Sand zu stecken, wie etwa auch der (glücklose) Versuch zeigt, Yahoo zu kaufen.
Powerset soll Eingaben in natürlicher Sprache verstehen und Antworten auf ausformulierte Fragen geben können – beides derzeit nur in Englisch. Einzelne Suchbegriffe sind ebenso zulässig. Anders als etwa Google oder Yahoo indexiert Powerset nicht das gesamte Web, sondern durchsucht nur die Wikipedia und die offene Datenbank Freebase. Kritiker bezweifeln jedoch die Praxistauglichkeit der verwendeten Algorithmen. Zu vielen Fragen liefert Powerset indes eine klare Antwort sowie zusätzlich eine Zusammenfassung der zu der Frage gefundenen Informationen und eine Liste der wichtigsten Quellen im Internet. (ola)