Henkel-Chef Lehner angeblich Favorit bei Suche nach Telekom-Aufsichtsratschef
Ulrich Lehner gilt als Favorit für die Nachfolge von Klaus Zumwinkel. Er wäre nach Helmut Sihler und Dietrich Winkaus bereits der dritte Aufsichtsratschef, der aus dem Hause Henkel käme.
Henkel-Chef Ulrich Lehner gilt als aussichtsreichster Kandidat für den Posten als Aufsichtsratschef der Deutschen Telekom. "Lehner ist der Favorit", sagte heute eine mit den Vorgängen vertraute Person der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-afx. Lehner (61), der altersbedingt im April die Führung von Henkel abgibt, würde damit die Nachfolge von Klaus Zumwinkel antreten, der wegen der Steueraffäre sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt hatte.
Die Berufung von Lehner sei aber noch nicht in trockenen Tüchern, hieß es. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte am Montag betont, dass sich die zuständigen Gremien bei der Nachfolgesuche die nötige Zeit lassen würden. Neben dem Henkel-Chef war unter anderem noch Wolfgang Mayrhuber als möglicher Telekom-Aufsichtsratschef gehandelt worden.
Lehner gilt in der Wirtschaft als gut vernetzt und genießt auch das Vertrauen der Arbeitnehmervertreter im Henkel-Aufsichtsrat. "Damit wäre er auch für die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat der Telekom akzeptabel", hieß es im Konzernumfeld. Nach Helmut Sihler und Dietrich Winkaus wäre Lehner bereits der dritte Aufsichtsratschef, der aus dem Henkel-Konzern käme. (dpa) / (anw)