Garmin legt kräftig zu

Der US-amerikanische Navigationsgeräte-Hersteller Garmin kann auf ein glänzendes Geschäftsjahr 2007 zurückblicken: Der Umsatz stieg um knapp 80 Prozent auf 3,2 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn kletterte um zwei Drittel auf 855 Millionen Dollar.

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  • dpa

Der US-amerikanische Navigationsgeräte-Hersteller Garmin hat durch ein starkes Weihnachtsgeschäft seinen Gewinn im Schlussquartal 2007 kräftig gesteigert. Größter Umsatzmotor waren erneut die digitalen Orientierungshilfen fürs Auto. Zusätzliches Wachstum bringen Navigationssysteme für Sport, Schifffahrt und Flugzeuge.

Der US-Branchenführer wolle besonders in Europa noch stärker zulegen, kündigte Konzernchef Min Kao am heutigen Mittwoch an. Größter Rivale ist hier der niederländische TomTom-Konzern. Im vierten Quartal verdiente Garmin unterm Strich 307 Millionen US-Dollar (209 Millionen Euro) und damit 70 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz verdoppelte sich fast auf 1,2 Milliarden US-Dollar, teilte Garmin am Sitz auf den Cayman Islands mit.

Das erst vor kurzem angekündigte erste Handy des US-Herstellers soll im dritten Quartal auf den Markt kommen. Im Jahr 2009 will Garmin laut bisherigen Angaben von seiner "nüvifone"-Kombination aus Mobiltelefon und Navi-Gerät rund 1,5 Millionen Stück verkaufen.

Der Markt für Navigationsgeräte und elektronische Landkarten ist als lukrative Zukunftsbranche hart umkämpft. Erst vor kurzem hatte Garmin ein Tauziehen mit dem Rivalen TomTom um den niederländischen Digitalkarten-Produzenten Tele Atlas verloren. Die Karten sind die Basis der Navigationssysteme. Garmin arbeitet nun weiter mit dem US-Kartenanbieter Navteq zusammen, der wiederum vom Handyhersteller Nokia übernommen wurde.

Im Gesamtjahr 2007 steigerte Garmin den Umsatz um knapp 80 Prozent auf 3,2 Milliarden US-Dollar. Der Überschuss kletterte um zwei Drittel auf 855 Millionen US-Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 3,89 US-Dollar. Im laufenden Jahr will Garmin die bisherigen Analystenschätzungen übertreffen: Bei einem Umsatz von mehr als 4,5 Milliarden US-Dollar soll der Gewinn je Aktie 4,40 US-Dollar betragen. (dpa) / (pmz)