Gewerkschaft kritisiert Verkauf von Telekom-Tochter
Die Bertelsmann-Tochter Arvato hat nach Angaben von ver.di angekündigt, die Löhne für die Beschäftigten der von Arvato übernommen Servicecenter in Stralsund und Schwerin nur noch bis Ende des Jahres in bisheriger Höhe zu zahlen.
Die Gewerkschaft ver.di hat die Übernahme zweier Standorte des Telekom-Konzerns in Mecklenburg-Vorpommern durch die Bertelsmann-Tochter Arvato kritisiert. "Das würde einen erheblichen Rückzug der Telekom aus Mecklenburg-Vorpommern mit 200 hochwertigen Arbeitsplätzen bedeuten", erklärte Gewerkschafterin Susanne Schöttke in einer Pressemitteilung. Arvato hat nach Angaben von ver.di angekündigt, die Löhne für die rund 200 Beschäftigten nur noch bis Ende des Jahres in bisheriger Höhe zu zahlen. Die Gewerkschaft befürchtet Gehaltseinbußen von einem Drittel bis zur Hälfte und warf der Telekom einen "Stellenausverkauf" vor.
Arvato will zum 1. März insgesamt fünf Servicecenter von der Telekom-Tochter Vivento-Customer-Services (VCS) übernehmen. In diese Gesellschaft war die frühere Telekom-Kundenniederlassung Spezial, zu der auch die Standorte Stralsund und Schwerin gehörten, erst im vergangenen September ausgegliedert worden. In Schwerin sollte am Donnerstag eine Betriebsversammlung stattfinden. Die Gewerkschaft wollte Proteste organisieren. (dpa) / (jk)