Chef der Spieleentwicklung verlässt Sony

Phil Harrison, Präsident der Worldwide Studios von Sony Computer Entertainment, verlässt das Unternehmen überraschend nach über 15 Jahren.

vorlesen Druckansicht 26 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Sony Computer Entertainment hat überraschend bekannt gegeben, dass Phil Harrison, Präsident der Worldwide Studios, das Unternehmen Ende Februar verlassen werde. Harrison war 1992 zu Sony gekommen, als deren Spielesparte sich noch Sony Electronics Publishing nannte, und hatte die Strategie zur Entwicklung neuer hauseigener Spieletitel für die vier bisher erschienenen Playstation-Plattformen entscheidend beeinflusst. Seine Aufgaben soll fortan Kaz Hirai, Präsident von Sony Computer Entertainment, übernehmen.

Harrison verlässt Sony nur kurze Zeit nachdem Hardware-Architekt Ken Kutaragi als Chef von Sony Computer Entertainment durch Hirai abgelöst wurde. Hirai leitet nun, zumindest übergangsweise, die künftige Hard- und Software-Entwicklung der Playstation-Konsolen.

Harrison hatte besonders die Entwicklung von Spielen vorangetrieben, bei denen Spieler vor dem Bildschirm sozial interagieren, wie etwa die in Europa erfolgreichen Eyetoy- oder Singstar-Reihen. Auf der just in San Francisco zu Ende gegangenen Game Developer Conference war Harrison in Gesprächen zitiert worden, wie er die japanische Führungsriege von Sony dafür kritisierte, dass sie diese sozialen Konsolenspiele nicht ernst genug nehme und dem Rivalen Nintendo einen zu großen Markt überlasse. Harrison trieb Online-Distributionen von Videospielen voran und stellte zuletzt neue Konzepte wie die Home-Plattform und Spiele wie "Little Big Planet" vor, die im Laufe des Jahres für die Playstation 3 erscheinen sollen. (hag)