Beteiligungsgesellschaft bietet 2,4 Milliarden US-Dollar für Getty Images

Der Vorstand der US-amerikanischen Bildagentur empfiehlt seinen Aktionären, das Angebot von Hellman & Friedman anzunehmen.

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Der Vorstand der US-amerikanischen Bildagentur Getty Images hat einem Übernahmeangebot der privaten Beteiligungsgesellschaft Hellman & Friedman zugestimmt. Die Anteilseigner sollen je Aktie 34 US-Dollar bekommen, heißt es in einer Mitteilung. Der Preis liege 55 Prozent über dem Schlusskurs vom 18. Januar 2008. Dies war der letzte Handelstag vor dem Tag, als Getty bekannt gegeben hatte, einen Käufer zu suchen. Das Angebot entspricht einem Gesamtwert von 2,4 Milliarden US-Dollar.

Das Geschäft soll im zweiten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden. Zuvor müssen noch die Getty-Aktionäre ihre Zustimmung geben. Der Getty-Vorstand empfiehlt Hellman & Friedman als Käufer, da die Gesellschaft bereits "spezielle Kenntnisse" vorzuweisen habe und mit den Zielen des Getty-Managements übereinstimme. Frühere Gebote für Getty hatten kaum über Börsenwert von etwa 1,6 Milliarden US-Dollar gelegen.

Die 1995 gegründete Bildagentur ist durch zahlreiche Zukäufe rasch gewachsen, leidet aber unter dem scharfen Wettbewerb auf dem Bildmarkt. Zu den Kunden gehören Werbeagenturen und Medien. Größte Konkurrenten sind Jupitermedia und die private Agentur Corbis des Microsoft-Gründers Bill Gates. Weitere Wettbewerber sind große internationale Nachrichtenagenturen mit ihrem eigenen Bildangebot. Hellman & Friedman ist ehemaliger Besitzer des Online-Werbers DoubleClick, der für 3,1 Milliarden US-Dollar an Google geht. (anw)