Nikon-Hack hebt Zeitbegrenzung für Videos auf
Für Nikon D3100, D5100 und D7000 haben Hacker eine modifizierte Firmware bereitgestellt. Sie soll die klassische 30-Minuten-Beschränkung für Videos aufheben. Das ist allerdings auch riskant für die Hardware.
Dem Team von Nikon Hacker ist es offenbar gelungen, die Zeitbegrenzung für Videoaufnahmen einiger Spiegelreflexkameras aufzuheben. Eine entsprechende modifizierte Firmware ist für Nikon D3100, D5100 und D7000 verfügbar – Installation auf eigene Gefahr. Etwa 25 Minuten ununterbrochenes Filmmaterial wollen die Nikon Hacker damit bereits aufgezeichnet haben.
(Bild: Nikon)
Die Nikon D3100 nimmt ab Werk Filme mit einer maximalen Länge von 10 Minuten auf, der Sprung durch die gehackte Firmware wäre damit enorm. Bei der D5100 und der D7000 dürfte sich der Nutzen allerdings in Grenzen halten. Sie zeichnen bereits mit normaler Software bis zu 20 Minuten lange Videos auf.
Es ist definitiv riskant, sich eine modifizierte Firmware auf die Kamera zu laden. Nicht nur, weil damit eventuelle Garantieansprüche entfallen. Auch die Hardware selbst kann Schaden nehmen, wenn sie gezwungen wird, längere Videos aufzuzeichnen, als vom Hersteller vorgegeben. Stichwort: Überhitzung.
Dass Fotokameras Videos nur mit einer maximalen Länge von knapp 30 Minuten (800 × 600 Pixel, oder höher) aufnehmen, hat auch zolltechnische Hintergründe. Geräte mit einer Aufnahmedauer darüber müssen anders eingestuft werden – nämlich als Videokameras.
Weiterführende Informationen:
Die Einsteiger-Spiegelreflexkamera Nikon D3100 wurde auf der Photokina 2010 vorgestellt. Mittlerweile ist eine Nachfolgerin, die D3200, erhältlich. Ihre größere Schwester, die D5100, zählt ebenfalls noch zu den Einsteigermodellen. Einen Testbericht zur Nachfolgerin lesen Sie im heise-Foto-Artikel "Kurz vorgestellt: Nikon D5200". D7000 und die Nachfolgerin D7100 gehören bei Nikon zu den gehobenen APS-C-Spiegelreflexkameras – knapp unter der Vollformatkamera Nikon D600. (ssi)