O2 investiert in Netzausbau und will Roaming-Bedarf reduzieren

In seine deutschen DSL-und Mobilfunk-Netze will der Konzern bis 2010 insgesamt 3,5 Milliarden Euro stecken. Zugleich wollen die MĂĽnchner das National Roaming mit T-Mobile weiter zurĂĽckfahren.

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Von
  • Sven-Olaf Suhl

Telecom-Anbieter O2 will bis 2010 insgesamt 3,5 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Festnetz- und Mobilfunkinfrastruktur in Deutschland investieren. Dies teilte der spanische Mutterkonzern Telefónica heute mit. Damit konzentriere der Konzern seine europäischen Investitionen auf den "hart umkämpften deutschen Markt".

Deutschland sei mit einer Bevölkerung von 82 Millionen Menschen und einer im europäischen Vergleich verhältnismäßig niedrigen Mobilfunknutzung als "Wachstumsmarkt prädestiniert", erläuterte Peter Erskine, CEO der Telefónica O2 Europe. Während deutsche O2-Kunden derzeit monatlich im Schnitt 133 Minuten – also gut zwei Stunden – telefonierten, kämen die Handy-Nutzer in Irland auf 250 Minuten pro Monat.

Der Konzern will sein deutsches Mobilfunknetz flächendeckend ausbauen und so die Kosten für ein seit 1999 bestehendes nationales Roaming-Abkommen mit T-Mobile senken. Allerdings geht die Abschaltung des National Roaming nicht überall reibungslos vonstatten – vor allem in ländlichen Gebieten beklagen O2-Kunden eine Verschlechterung der Mobilfunkversorgung.

Weiter investieren will O2 auch in seine DSL-Festnetzinfrastruktur in Deutschland. Dessen ungeachtet hält das Unternehmen an seinem im Sommer verkündeten rigiden Sparkurs fest. (ssu)