Scheer als Bitkom-Präsident bestätigt
Auf der Jahrestagung des Verbandes in Hamburg haben die Mitglieder des Bitkom ihr Präsidium unter August-Wilhelm Scheer einstimmig für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt.
August-Wilhelm Scheer wird dem IT-Branchenverband Bitkom zwei weitere Jahre als Präsident vorstehen. Auf der Jahrestagung des Verbands am heutigen Freitag in Hamburg wurde der Gründer der IDS Scheer AG einstimmig wiedergewählt. René Obermann (Telekom), Achim Berg (Microsoft) und Heinz-Paul Bonn (GUS Group) wurden als Vizepräsidenten bestätigt. Dieter Kempf von der Datev bleibt Schatzmeister des Verbands. Scheer war 2007 als Nachfolger von Willi Berchtold an die Spitze des Bitkom-Präsidiums gewählt worden.
Neu ins Präsidium aufgenommen wurden Vodafone-Chef Friedrich Joussen, der neue Deutschlandchef von Telefónica o2, René Schuster, sowie SAP-Vorstand Jim Hagemann Snabe. Die Mitglieder Rolf Buch (Bertelsmann), Ulrich Dietz (GFT), Martin Jetter (IBM), Christoph Kollatz (Siemens), Volker Smid (HP), Karl-Heinz Streibich (Software AG) und Jeffry van Ede (Sony) wurden einer Mitteilung des Verbandes zufolge ebenfalls bestätigt.
"Das Bitkom-Präsidium ist damit hervorragend aufgestellt, um die Branche durch die konjunkturellen Turbulenzen zu führen und der Politik ein kompetenter und engagierter Partner zu sein", sagte Scheer anlässlich seiner Wiederwahl. Der alte und neue Bitkom-Präsident mahnte die Regierung, direkte Hilfsmaßnahmen für Unternehmen auf absolute Ausnahmefälle zu beschränken. "Wer den Staat in schlechten Zeiten ruft, wird ihn in guten Zeiten nicht mehr los", sagte Scheer in Hamburg.
Statt "jammern und betteln" biete die IT-Industrie "Investitionen von 50 Milliarden Euro an". Im Gegenzug, forderte der Bitkom-Präsident, müssten die staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft reduziert werden. Scheer kritisierte "unkontrollierbare Internetsperren" ebenso wie Eingriffe in Managergehälter oder "staatliche Preisdiktate in der Telekommunikation". Das beste Konjunkturprogramm bestehe darin, bestehende Zusatzbelastungen von Wirtschaft und Verbrauchern abzubauen. (vbr)