Telekom will Großkundengeschäft auf Profit trimmen
Neben einer schlankeren Struktur der mit 56.000 Mitarbeitern weit verästelten Sparte soll ein wesentlicher Teil von T-Systems veräußert oder in eine Partnerschaft eingebracht werden - es ist aber noch offen, ob die indische Tata zuschlägt.
Die Telekom will ihren margenschwachen Geschäftskundenbereich T-Systems mit einer Radikalkur auf Profit trimmen. Neben einer schlankeren Struktur der mit 56.000 Mitarbeitern weit verästelten Sparte soll ein wesentlicher Teil von T-Systems veräußert oder in eine Partnerschaft eingebracht werden. "Alle Optionen liegen auf dem Tisch – vom Verkauf bis zu einem Partnering", sagte der neue Vorstandschef von T-Systems, Reinhard Clemens, am Dienstag. Eine Entscheidung soll im März bekanntgegeben werden. Als möglicher Partner gilt die indische Tata Consultancy Services.
Derzeit ist aber noch offen, ob die Kooperation zwischen T-Systems und Tata zustande kommt. "Die Entscheidung liegt nun bei Tata und nicht bei der Telekom", hieß es im Umfeld der Konzerne. Laut Clemens ist eine Beteiligung des möglichen Kooperationspartners an T-Systems aber nicht beabsichtigt.
Clemens zufolge soll der Umsatz der Telekom-Tochter bis zum Jahr 2010 um drei Milliarden Euro steigen – der operative Gewinn sogar um eine Milliarde Euro. Im Geschäftsjahr 2006 hatte T-Systems 12,6 Milliarden Euro Erlöse und einen bereinigten Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) von knapp 300 Millionen Euro ausgewiesen. (dpa) / (jk)