E-Commerce keine Gefahr fĂĽr den Einzelhandel

Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels rechnet in diesem Jahr mit einem Anstieg des Internetgeschäfts auf etwa 3,5 Milliarden DM.

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Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) rechnet in diesem Jahr mit einem Anstieg des Internetgeschäfts um über 500 Millionen auf etwa 3,5 Milliarden Mark. HDE-Geschäftsführer Holger Wenzel erklärte heute auf der Tagung des Thüringer Einzelhandelsverbandes, der Umsatzanteil der über das Internet abgewickelten Geschäfte habe noch keine Höhe erreicht, die den traditionellen Handel gefährde. Er gehe davon aus, dass der Anteil bis zum Jahr 2010 von lediglich 0,5 Prozent auf 10 bis 15 Prozent anwachsen werde.

Der HDE-Chef sieht im Online-Shopping aber kein Allheilmittel: Besonders gut beraten seien diejenigen, die zusätzlich zum konventionellen Geschäft einen virtuellen Shop einrichteten. Zudem gab er zu bedenken, dass nicht alle Waren Internet-tauglich seien. Besonders gut ließen sich Bücher, Zeitschriften und Reisen verkaufen, nach Haushaltsartikeln etwa verlange im Internet aber kaum jemand. Mit diesen Einschätzungen findet sich Wenzel in einer Linie mit Untersuchungen, etwa der Marktforschungsinstitute Forrester oder Gartner, die reinen Online-Shops oder Anbietern, die ein wildes Waren-Sammelsurium im Internet offerieren, keine große Zukunft prophezeien.

Um den Ausbau des E-Commerce auch in Deutschland voran zu treiben, hat der Verband die Regierung aufgeordert, Weiterbildungsangebote im Zusammenhang mit dem Online-Handel und der Euro-Einführung zu fördern. (mst)