Ermittlungen wegen möglicher Korruption bei Wind-Verkauf

Orascom hatte den Mobilfunkbetreiber Wind von der Enel-Gruppe ĂĽbernommen. Um den Zuschlag zu bekommen, sollen Schmiergelder gezahlt worden sein.

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  • dpa

Die Staatsanwaltschaft in Rom hat Ermittlungen gegen den ägyptischen Großunternehmer Naguib Sawiris und den Geschäftsführer des Stromversorgers Enel, Fulvio Conti, aufgenommen. Sawiris ist der Präsident der Telekom-Gruppe Orascom und hatte im Jahr 2005 den Mobilfunkbetreiber Wind von der Enel-Gruppe übernommen. Den Managern werde Korruption vorgeworfen, berichteten italienische Medien am Donnerstagabend. Um den Zuschlag zu bekommen, soll Sawiris Schmiergelder an Conti und andere Manager bezahlt haben, hieß es. Im Rahmen der Ermittlungen will die Staatsanwaltschaft auch die Kosten der Operation untersuchen.

Es habe Durchsuchungen in Rom, Mailand und London gegeben. Insgesamt werde gegen elf Verdächtige ermittelt. Ein TV-Bericht, der Bedenken am Wind-Verkauf an Orascom geäußert hatte, hatte die Polizei-Aktion ausgelöst. (dpa) / (jk)