Tag der Lochkamera
Jedes Jahr findet am letzten April-Sonntag der weltweite Lochkamera-Fotografie-Tag statt. Dieses Jahr fällt er auf den 28. April.
- Jobst-H. Kehrhahn
Jedes Jahr findet am letzten April-Sonntag der weltweite Lochkamera-Fotografie-Tag statt. Dieses Jahr fällt er auf den 28. April.
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Das Interesse an der Lochkamera-Fotografie wächst: 2001 fanden sich gerade einmal 291 Teilnehmer, letztes Jahr nahmen bereits 3865 Personen aus 74 Ländern am World Photography Pinhole Day (WPPD) teil. Er findet immer am letzten Sonntag im April statt, dann ist weltweit jeder eingeladen, eine Aufnahme mit einer Lochkamera aufzunehmen und diese bei pinholeday.org hochzuladen, wo die Aufnahme Teil der Internetgalerie wird.
Eine Lochkamera fotografiert ohne das übliche Objektiv. Das Licht fällt nur durch ein winzig kleines Loch, so groß wie die Spitze einer Nadel, auf das lichtempfindliche Material, beispielsweise Fotopapier. Von dem mit der Nadel gestochenen Loch stammt auch der englische Begriff "pinhole camera".
Das Prinzip ist simpel; eine Lochkamera lässt sich mit einfachsten Mitteln selbst herstellen – aus einer Schachtel, einer Dose oder anderen lichtdichten Behältern. 2012 haben beispielsweise Hamburger Müllwerker mithilfe dieser Technik ihre Stadt porträtiert.
"Um eine Mülltonne in einen Fotoapparat zu verwandeln, muss man nur ein Loch vorne reinbohren und einen Bogen Fotopapier hinten reinhängen. Fertig ist die riesige, rollende Lochkamera.", hatte seinerzeit der Müllwagenfahrer und Hobbyfotograf Hans-Dieter Braatz das Prinzip erläutert.
Auch aus einer Digitalkamera lässt sich eine Lochkamera machen. Statt eines Objektivs setzt man einfach eine entsprechend präparierte Schutzkappe auf das Kameragehäuse. Bauanleitungen aller Art dazu gibt es reichlich im Netz, der Suchbegriff "Digitale Lochkamera" ist ein guter Start für die eigene Recherche. (keh)