20 Jahre .at-Domains
Heute betreut die Länderdomain-Registry nic.at rund 726.000 Domains, wovon gut 20.000 Sonderzeichen beinhalten.
Im Januar 1988 wurde die österreichische Top-Level-Domain .at bei der IANA (Internet Assigned Number Authority) eingetragen. Seither können .at-Domains registriert werden. In Deutschland startete übrigens die Länderdomain .de am 5. November 1986; "20 Jahre Internet in Deutschland" feierte man – etwas willkürlich – im April 2006.
In Österreich wurden die .at-Domains zunächst nur für interne Universitäts- und Forschungszwecke verwendet, ab 1991 auch für kommerzielle Zwecke. 1997 wurden die ursprünglich strengen Vergabebedingungen liberalisiert. Die ersten zehn Jahre verwaltete die Universität Wien die Zone, doch aufgrund des starken Wachstums in den 1990er-Jahren, insbesondere nach der Liberalisierung, musste eine neue Lösung gefunden werden.
So wurde 1998 die NIC.AT Internet Verwaltungs- und Betriebsgesellschaft m.b.H gegründet, deren Eigentümer der Verband der Internetprovider (ISPA) war. Zu Beginn verwaltete die GmbH rund 31.000 Domains in den Bereichen .at, .co.at und or.at. 2001 wurde die NIC.AT von der ISPA an die Internet Privatstiftung Austria (IPA) übertragen, die seither die Eigentümerin ist. Ziel dieser Veränderung war, die österreichische Domainverwaltung frei von politischen Einflüssen zu erhalten. Seit 2006 schreibt die IPA den Förderwettbewerb Netidee aus, bei dem jährlich eine halbe Million Euro für neue Ideen zur "Verbesserung, Verbreiterung und Erweiterung der Internet-Nutzung in Österreich" ausgeschüttet wird.
Heute betreut nic.at rund 726.000 Domains, wovon gut 20.000 Sonderzeichen beinhalten (Internationalized Domain Names, IDN). Knapp 70 Prozent der Inhaber haben ihren Wohn- oder Firmensitz in Österreich, rund 20 Prozent in Deutschland. Die akademische Zone unter .ac.at wird weiterhin von der Universität Wien verwaltet, .gv.at von der öffentlichen Hand. (Daniel AJ Sokolov) / (jk)