Electronic Arts senkt seine Prognose

Der US-amerikanische Spielepublisher schrieb im vergangenen Quartal rote Zahlen, verschiebt das Erscheinen von zwei Spieletiteln und senkt deshalb seine Prognose fĂĽr das Gesamtjahr.

vorlesen Druckansicht 56 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Der US-amerikanische Spielepublisher Electronic Arts (EA) hat im vergangenen Quartal 1,5 Milliarden US-Dollar umgesetzt gegenüber 1,28 Milliarden vor einem Jahr. Der operative Gewinn schrumpfte laut Mitteilung von 215 Millionen auf 7 Millionen US-Dollar, unterm Strich schrieb das Unternehmen auch aufgrund von Änderungen in der Bilanzierungsmethode 33 Millionen US-Dollar in roten Zahlen. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte EA einen Nettogewinn von 156 Millionen US-Dollar verbucht.

EA verschiebt das Erscheinen der beiden Spieletitel Bad Company und Mercenaries 2, die ursprünglich für das laufende Quartal in den Handel kommen sollten. Deshalb senkt das Unternehmen seine Erwartungen: Für das gesamte Geschäftsjahr, das mit dem März endet, prognostiziert EA einen Verlust von 1,48 bis 1,67 US-Dollar je Aktie, zuvor lag die Prognose bei 0,91 bis 1,60 US-Dollar.

Die beiden Titel werden nicht in diesem Quartal erscheinen, um weiter an ihrer Qualität feilen zu können. EA-Chef John Riccitiello, der sich im Sommer 2007 nicht vor Selbstkritik scheute, hat Qualität als oberste Maßgabe ausgegeben. Laut Wall Street Journal beklagte er sich darüber, dass keiner der selbstentwickelten Titel auf der Spielebewertungsseite Metacritic mit 90 oder mehr Punkten auf einer Skala bis 100 bewertet wurden.

Riccitiello sprach von einem "soliden, aber gemischten" Quartal. Zwar hätten sich einige Spieletitel zur Weihnachtszeit gut verkaufen lassen, doch der Anteil der neuen Produktionen, die ohne Hilfe von Partnern zustande kamen und besonders profitabel sind, sei gering. Einige der meistverkauften Titel wie Half Life 2 Orange Box und Crysis vertreibt EA im Auftrag von anderen Spieleentwicklern. (anw)