UMTS-Smartphone für 100 US-Dollar angekündigt
Das Philips-Spinoff NXP und der Softwarehersteller Purple Labs haben ein Referenzdesign für ein UMTS-Telefon vorgestellt, das einen Endgerätepreis von unter 100 US-Dollar ermöglichen soll.
Das Philips-Spinoff NXP und der Softwarehersteller Purple Labs haben ein Referenzdesign für ein UMTS-Telefon vorgestellt, das einen Endgerätepreis von weniger als 100 US-Dollar (etwa 68 Euro) ermöglichen soll. Die Ausstattung soll auf dem Niveau eines hochwertigen Smartphones liegen: Neben einem MP3-Player soll das Gerät einen Webbrowser enthalten, Video-Telefonie ermöglichen und auch Video-Streaming unterstützen.
Die Produktion einfacher Mobiltelefone ist nach Berechnungen amerikanischer Analysten für etwa 25 US-Dollar möglich, Produkte der Oberklasse wie das iPhone sind in der Herstellung jedoch weit teuerer. Mit dem Purple Magic Phone zielen NXP und Purple Labs vor allem auf Länder in Südostasien, Osteuropa und Lateinamerika, in denen die massenhafte Nutzung des mobilen Internet bislang vor allem an den Kosten für die Endgeräte scheitert.
Das Telefon basiert auf einem ARM926-Prozessor, dem NXP-Chip Nexperia Cellular System Solution 7210 for 3G und einem Linux-Betriebssystem von Purple Labs. Erste Geräte seien bereits umfangreichen Tests unterzogen worden, hieß es. Besucher des Mobile World Congress in Barcelona können sich das Gerät auf dem Stand B110 in Halle 8 ansehen.
Purple Labs ist seit kurzem Mitglied der LiMo-Foundation, die sich die Förderung von Linux auf Mobilgeräten verschrieben hat. Eine weitere Linux-Version für Mobilgeräte will das kalifornische Unternehmen Azingo ebenfalls auf dem MWC vorstellen (ll)