Komsa rückt auf Tuchfühlung mit den Kunden [Update]
Mehr Tuchfühlung mit den Kunden. Das hat sich der IKT-Dienstleiter Komsa auf die Fahnen geschrieben. Gestartet wird mit der Tochtergesellschaft Komsa Nordwest. Auf dem Chefsessel sitzt der ehemalige NT plus-Manager Steffen Ebner.
"Geschäft wird von Menschen gemacht, die Kunden brauchen lokale Ansprechpartner", Steffen Ebner, Komsa Nordwest GmbH
(Bild: Komsa)
Exakt zwei Monate war es still um Steffen Ebner. Jetzt gab die Komsa AG in Hartmannsdorf bekannt, dass der ehemalige NT plus-Chef von Also eine neue berufliche Heimat gefunden hat: Steffen Ebner, der seit Anfang Mai auf der Gehaltsliste der Komsa steht und die Geschäfte der neugegründeten Komsa Nordwest GmbH verantworten soll.
Mit der neuen Tochtergesellschaft will der Komsa-Konzern näher an die Kunden rücken. "Auch wenn wir unsere Kunden von Hartmannsdorf aus sehr gut bedienen, so sind wir uns doch klar darüber, dass wir es in Kombination mit lokalen Ansprechpartnern vor Ort noch besser können," begründet Komsa-Vorstand Jürgen Unger die Gründung der Nordwest-Dependance. Allerdings lässt Unger noch offen, wo die Tochtergesellschaft ihren Sitz haben wird. Dies werde, verspricht Firmensprecherin Katja Förster, in den kommenden Tagen bekanntgegeben. Was allerdings nicht bedeuten soll, dass man in Hartmannsdorf noch nicht wisse, wo künftig die Gesellschaft residieren werde. Sicher sei nur, dass Ebner nicht an seinem ehemaligen Dienstort in Osnabrück tätig sein werde.
Steffen Ebner – ausgewiesener TK-Distributionsspezialist
Mit Ebner holten sich die Sachsen einen ausgewiesenen Spezialisten in der TK-Distribution. Vor seiner Funktion als President Telecommunication bei NT plus in Osnabrück, war Ebner von 2005 bis 2008 Geschäftsführer beim VoIP-Anbieter Carpo Deutschland. Davor, von 2004 bis 2005, bei Move-Distribution. Mit dem Einstieg bei der zu Actebis beziehungsweise Also gehörenden Telekommunikationssparte NT plus im November 2008, kam Ebner in einen für ihn bekannten Konzern zurück. Denn zwischen 1998 und 2004 leitete er als Produktmanager den Einkauf bei Actebis in Soest.
Kunden verlangen nach regionalen Ansprechpartnern
Denkt schon länger über regionale Vertriebsorganisationen nach, Komsa-Vorstand Jürgen Unger
Als Ebner nach viereinhalb Jahren die Also-Actebis-Gruppe verließ, bedauerte er den nicht ganz freiwilligen Abgang: Es seien tolle Jahre mit viel Herzblut gewesen. Aber nun sei es Zeit für einen Wechsel. Da traf es sich gut, dass im Komsa-Management schon seit längerem der Wunsch nach regionalen Vertriebsorganisationen bestand. Schließlich wolle man durch mehr Tuchfühlung mit den Kunden am Umsatzzuwachs des zurückliegenden Geschäftsjahres anknüpfen. So erwirtschaftete der IKT-Dienstleister Komsa Kommunikation Sachsen AG 2012/2013 bei einem Plus von etwa zehn Prozent mehr als 840 Millionen Euro.
Die weiteren Wachstumsziele sollen nicht zuletzt durch regionale Vertriebstöchter realisiert werden. Deshalb startet Komsa mit dem Einzugsgebiet des bevölkerungsreichsten Bundeslandes, Nordrhein-Westfalen. Damit komme man, so Ebner, den Wünschen vieler Kunden entgegen: "Sie würden gern mit Komsa arbeiten, brauchen aber einen lokalen Ansprechpartner".
[Update]
Auf Nachfrage von heise resale erklärt Firmensprecherin Förster, dass vorläufig keine weiteren regionalen Tochtergesellschaften geplant seien. "Das ist ein Pilotprojekt." Gleichwohl könne auf Dauer nicht ausgeschlossen werden, dass es noch weitere Dependancen geben könnte. "Aber da haben wir überhaupt keinen Druck." Derzeit stehe der Aufbau in der Region Nordwest im Vordergrund, ebenso die Rekrutierung weiterer Mitarbeiter. Ebner rechnet damit, "dass wir im Juni die Standortfrage geklärt haben". Auf jeden Fall stehe die Tochtergesellschaft nicht nur für die Distributionskunden, sondern auch für die anderen Gesellschaften wie beispielsweise Komsa Systems zur Verfügung. (map)