Visto und Microsoft beenden Patentstreit
Das kalifornische Unternehmen und der Redmonder Software-Konzern haben sich geeinigt: Microsoft lizenziert Visto-Technik und zahlt eine nicht genannte Geldsumme.
Die kalifornische Visto Corporation und der Softwarekonzern Microsoft haben ihren Patentstreit beendet. Microsoft lizenziert Technik des Streitgegners, heißt es knapp in einer Visto-Mitteilung. Außerdem zahlt Microsoft eine nicht genannte Geldsumme. Damit haben die beiden Streitparteien ihre Auseinandersetzung noch vor dem Verhandlungstermin 10. März beigelegt. Dem Gerichtsort Marshall, Texas, wird nachgesagt, in Patentverfahren besonders häufig zu Gunsten der Kläger zu entscheiden.
Visto ging Ende 2005 mit dem Vorwurf vor Gericht, Microsoft habe in seiner Software Windows Mobile 5.0 drei Patente verletzt. Über diese Klage hinaus äußerte Brian A. Bogosian seinerzeit Bedenken grundsätzlicher Natur gegenüber Microsoft. Der Konzern habe eine lange Tradition des Erwerbs fremder Technik, diese als die eigene auszugeben und neue Märkte zu erobern. Visto, das von der Investmentfirma Altitude finanziert wird, zog später auch gegen den Blackberry-Hersteller RIM vor Gericht, der mit einer Gegenklage antwortete. (anw)