Ethernet-gespeister Panel-PC mit Touchscreen

Comp-Mall fĂĽhrt einen Panel-PC ein, den man mittels Fernspeisung ĂĽbers LAN-Kabel auch dort einsetzen kann, wo statt einer Stromsteckdose eine RJ45-Datenbuchse zur VerfĂĽgung steht.

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Bislang kam die Stromversorgung übers LAN-Kabel mittels Power-over-Ethernet vorwiegend bei WLAN-Basisstationen, LAN-Kameras oder VoIP-Telefonen zum Einsatz, denn die nach IEEE 802.3af genormte Technik ist auf genügsame Verbraucher ausgelegt, die höchstens 13 Watt elektrischer Leistung fordern. An der stärkeren PoE-Version 802.3at, die auch für einfache PCs ausreicht, arbeitet das US-Normungsinstitut IEEE noch.

Nun überholt der taiwanische Industrie-PC-Hersteller iEi das IEEE. Sein jüngst vorgestellter Panel-PC IOVU-751R kommt mit lediglich 8,5 Watt aus. So kann man das Gerät übers LAN-Kabel fernspeisen und an Stellen einsetzen, wo kein 230-Volt-Netz bereitsteht. Die Genügsamkeit des IOVU-751R beruht auf seiner sparsamen Ausstattung: Der mit nur 500 MHz getakteten Alchemy-CPU Au1250 stehen lediglich 256 MByte DDR2-RAM zur Seite. Das 7-Zoll-Display mit Touch-Screen-Funktion beschränkt sich auf 800 × 480 Bildpunkte bei 18 Bit Farbtiefe. Als Massenspeicher dient eine 1-GByte-Flashkarte statt einer stromfressenden Festplatte. Außerdem kommt das Gerät ohne Lüfter aus. Der PC besitzt mit je zwei seriellen Interfaces, USB-2.0- und Fast-Ethernet-Ports dennoch einen für Industrie-PCs typischen Schnittstellensatz. Sogar Filme in den Formaten MPEG 1,2,4, DivX und WMV9 soll er dank integriertem Multimedia-Beschleuniger wiedergeben können.

Der IOVU-751R soll noch im Dezember beim Industrie-PC-Spezialisten Comp-Mall erhältlich und mit Windows CE 5.0 oder Embedded-Linux mit 2.6er-Kernel inklusive SDK ausgeliefert werden. Typische Einsatzgebiete sieht Comp-Mall in der Gebäudeautomation, an Kassen oder als Thin-Client. (ea)