Dritter Streiktag bei Amazon Deutschland

Die Gewerkschaft Verdi hat ihre Mitglieder in den Amazon-Niederlassungen in Leipzig und Bad Hersfeld zum drittem Mal zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Ziel des Arbeitskampfs ist der Abschluss eines Tarifvertrags.

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Von
  • Christian Kirsch

Mit einem erneuten Warnstreik will die Gewerkschaft Verdi den Druck auf Amazon Deutschland erhöhen, einen Tarifvertrag zu den Konditionen des Versandhandels abzuschließen. Sie hat ihre Mitglieder in den Auslieferungslagern Leipzig und Bad Hersfeld für den heutigen Montag zu einer ganztägigen Arbeitsniederlegung aufgerufen.

An den beiden größten deutschen Standorten von Amazon arbeiten nach Angaben von Verdi 5300 Beschäftigte, von denen 2100 nur befristete Verträge hätten. Bei den bisherigen Gesprächen habe sich der Versandhändler geweigert, Tarifverhandlungen aufzunehmen. Bislang liegt der Einstiegslohn bei Amazon laut Verdi in Bad Hersfeld 9,83 Euro pro Stunde, in Leipzig seien es 9,30. Nach Tarif müsste das Unternehmen 12,18 Euro in Hessen und 10,66 in Leipzig zahlen. Zudem sieht der Tarifvertrag Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie Zuschläge für die Nacht- sowie Sonn- und Feiertagsarbeit vor.

Erstmals hatte es am 14. Mai 2013 einen Streik in der Leipziger Niederlassung gegeben, rund zwei Wochen später folgten dann ganztägige Arbeitsniederlegungen dort und in Bad Hersfeld. Amazon orientiert sich bei der Bezahlung an den Bedingungen des Logistikgewerbes und zeigte sich bislang unbeeindruckt von den Arbeitskampfmaßnahmen. (ck)