Kabelanbieter Tele Columbus will Programmpakete mit NDS VideoGuard schützen

Deutschlands drittgrößter Kabelnetzbetreiber will seine Pay-TV-Inhalte künftig mit NDS VideoGuard schützen. In der Übergangsphase will der Kabelbetreiber Simulcrypt verwenden. Insgesamt bedient Tele Columbus etwa 3,7 Millionen Haushalte.

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Nach Kabel BW will auch Deutschlands drittgrößter Kabelnetzbetreiber, die Tele Columbus Gruppe, zum Schutz seiner ab Mai in Kooperation mit Eutelsat ausgestrahlen digitalen Unterhaltungspakete künftig "vorwiegend" das Verschlüsselungs- und Zugangssystem VideoGuard der NDS Group verwenden. Bestandskunden sollen ihre DVB-C-Receiver weiter verwenden können. Um eine reibungslose Einführung von NDS VideoGuard zu gewährleisten, will der Kabelbetreiber Simulcrypt einsetzen. Neukunden sollen vornehmlich mit NDS-fähigen Empfangsgeräten ausgestartet werden.

Für Tele-Columbus-Kunden, die ein Pay-TV-Angebot von Premiere abonniert haben, ändert sich nichts, da Tele Columbus in diesem Falle lediglich die von Premiere ausgestrahlten Signale durchreicht.

Tele Columbus ist ein Zusammenschluss von ewt multimedia, BMB, RKS, KMG Hannover, AEP, bbcom, Urbana und Kabelcom. Das Unternehmen bedient etwa 3,7 Millionen Kabelhaushalte. Die Gruppe betreibt zunehmend mehr eigene Kabelkopfstationen, über die es eigene Programme ins Kabelnetz einspeist. Dazu zählen auch die in Kooperation mit Eutelsat geschnürten Pay-TV-Programmpakete, die ab Mai erweitert werden sollen.

Hauptgrund für die Wahl von NDS VideoGuard ist laut Tele-Columbus-Präsident Markus Schmid, dass die Sicherheit von NDS VideoGuard bislang ungebrochen und die Möglichkeiten äußerst vielfältig seien. So biete die Plattform dem Kabelanbieter auch die Flexibilität, bei Bedarf integrierte Angebote wie digitale Videorecorder, Pay per View oder Video on Demand (VoD) und andere Mehrwertdienste umzusetzen. (vza)