Versuchslabor "Smart Factory"
Forscher arbeiten an einer Fabrik der Zukunft, die aus zwei Teilen besteht: einem realen Werk und seiner virtuellen Zwillingsversion.
Die wohl modernste Fabrik Deutschlands produziert nichts als gefärbtes Wasser. In einer Halle in einem kleinen Gewerbegebiet bei Kaiserslautern gurgeln Mischer und Ventile, surren Pumpen und Förderbänder, schwenken Greifarme hin und her – nur um schließlich eine bunte Flüssigkeit in handelsübliche Seifenspender abzufüllen.
Doch der wahre Zweck dieser Anlage ist ein höherer, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe. 2005 gründete das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) gemeinsam mit einer prominenten Liste von Industriepartnern wie Bosch, Bayer, BASF, SAP und Siemens die "Smart Factory" als herstellerunabhängiges Versuchslabor, in dem das Zusammenspiel moderner Fabrikkomponenten unter realistischen Bedingungen erforscht und verbessert werden soll.
Zum Einsatz kommen dabei unter anderem WLAN-Netze, RFID-Chips und Funksteuerungen. Selbst Stromkabel wollen die DFKI-Forscher künftig noch wegrationalisieren, indem sie den Strom etwa durch Induktionsspulen übertragen – die Fabrik unplugged gewissermaßen.
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(bsc)