35 Prozent wähnen ihre Daten beim Online-Shopping sicher

Ein Großteil der Verbraucher kauft im Internet ein, doch bei der dazugehörigen Weitergabe der persönlichen Daten hat nur ein Drittel ein gutes Gefühl.

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Von
  • Marzena Sicking

Wenn es um die Weitergabe ihrer persönlichen Daten im Internet geht, fühlen sich die deutschen Verbraucher beim Online-Banking am sichersten. Das zeigt eine aktuelle Studie von Boniversum zum Sicherheitsgefühl und zu Missbrauchserfahrungen bei Online-Transaktionen.

94 Prozent der Befragten sagten, dass sie Online-Banking nutzen. 42 Prozent von ihnen fühlen sich dabei "sicher", weitere 17 Prozent sogar "sehr sicher". Der Rest glaubt an ein eher erhöhtes Risiko bei der Datenweitergabe. An zweiter Stelle folgt das Online-Shopping, das ebenfalls von der Mehrheit der Befragten genutzt wird. Ein wirklich sicheres Gefühl hat dabei aber nur etwas mehr als ein Drittel der Befragten (sehr sicher: sechs Prozent; sicher: 28 Prozent).

Wie sicher sind die Datem beim Online-Shopping (5 Bilder)

Rund 17 Prozent der Befragten geben im Frühjahr 2013 an, dass ihre persönlichen Daten beim Online-Banking „sehr sicher“ sind. Das individuelle Sicherheitsgefühl wird beim Online-Banking von den Befragten insgesamt am positivsten bewertet. Auf einer 6er-Bewertungsskala wird das individuelle Sicherheitsgefühl mit einem Wert von 2,72 bewertet. (Bild: Boniversum)

Der zweite Platz im Vertrauensranking ist aber kein Grund zum Jubeln, wie die Analysten bestätigen: Angesichts der enormen Umsatzentwicklung beim Online-Shopping in den letzten Jahren könne das hier gemessene Sicherheitsgefühl der Verbraucher als nur eher niedrig bezeichnet werden. 82 Prozent der Befragten nutzen zudem auch noch Soziale Netzwerke, 57 Prozent auch Online-Partnerbörsen. Hier ist das sichere Gefühl bei der Datenweitergabe mit insgesamt nur elf Prozent deutlich geringer. Bei sozialen Netzwerken sind Frauen übrigens weniger misstrauisch als Männer. Generell gilt: Jüngere Verbraucher fühlen sich bei der Datenweitergabe im Internet sicherer als ältere Personen. Auch die Gruppe der "Gutverdiener" hat bei den meisten Angeboten ein überdurchschnittlich hohes Sicherheitsgefühl.

Wie die Analyse weiterhin zeigt, ist aber auch das Mißtrauen in vielen Fällen durchaus begründet. Jeder dritte Verbraucher hat bereits negative Erfahrungen mit der Weitergabe von persönlichen Daten gemacht. Jeder fünfte gab an, dass bereits "einmal" seine Daten bei Transaktionen im Internet gegen seinen Willen verwendet worden sind. Jeder zehnte Befragte gab an, bei ihm sei das "schon häufiger" passiert. Junge Verbraucher bis 39 Jahre sind mit 36 Prozent überdurchschnittlich oft betroffen. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass sie deutlich häufiger im Internet unterwegs sind als ältere Menschen, was die Gefahr natürlich erhöht.

Eine überdurchschnittliche Betroffenheit weisen übrigens auch "Kreditnutzer" (35 Prozent) und Personen, die bald kreditbasierte Anschaffungen (40 Prozent) planen, auf. Auch sind Westdeutsche öfter betroffen als Ostdeutsche. Eine Erklärung für diese Ergebnisse liefern die Analysten allerdings nicht. (gs)