Serienreife von Lithium-Ionen-Akkus für Autos rückt näher
Die Zahl namhafter Autohersteller und -zulieferer, die auf diese Technik setzen, steigt. Kühlung, Elektronik und stabile, gasdichte Gehäuse sollen die Akkus vor Entzündung und bei Kollisionen schützen.
Die Zahl namhafter Autohersteller und -zulieferer, die auf Lithium-Ionen- (Li-Ion)-Akkus als Energiespeicher für Pkw und andere Fahrzeuge setzen, steigt. Jüngst hat Daimler angekündigt, bereits im kommenden Jahr mit dem Hybridfahrzeug Mercedes S 400 BlueHYBRID ein Auto mit Li-Ion-Akkus in Serie zu produzieren. Daimler hält nach eigenen Angaben 25 Patente für den Einsatz dieser Technologie im Kfz und erwartet den Großserieneinsatz ab 2010.
Während die Schwaben mit dem Zulieferer Continental kooperieren, setzt Magna Steyr, bekannt als Allradspezialist und Auftragsfertiger kompletter Pkw für verschiedene Autokonzerne, auf ein selbst entwickeltes Sicherheitskonzept namens "Battery Management Safety Concept", für das die Österreicher ihrerseits Patente angemeldet haben.
Sowohl Magna Steyr als auch Daimler bauen auf eine Kühlung beziehungsweise Klimatisierung der Speichereinheiten, berichtet heise Autos. Das Einhalten eines Temperaturkorridors erhöht nicht nur die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der Li-Ion-Akkus, sondern ist auch eine der Sicherheitsmaßnahmen, um Autos mit Li-Ion-Technik für den Verkehr zulassen zu können. In Brand geratene oder explodierende Li-Ion-Akkus in Notebooks und Handys hatten das Speichermedium über Jahre hinweg in Verruf gebracht und der Elektronik-Branche kostspielige Rückrufaktionen beschert. (ssu)