Erste deutsche All-Touristin will trotz Zwischenfall starten

Sonja Rohde hält an ihren Weltraumplänen fest: Obwohl es im Sommer bei Tests eine schwere Explosion mit drei Toten gab, will sie weiterhin als erste deutsche Frau ins All fliegen.

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Sonja Rohde hält an ihren Weltraumplänen fest: Obwohl es im Sommer bei Tests eine schwere Explosion mit drei Toten gab, will sie weiterhin als erste deutsche Frau ins All fliegen. "Es wäre naiv zu glauben, dass es hundertprozentige Sicherheit gibt", sagte sie Technology Review in einem Interview für die Ausgabe 11/07 (seit dem 25. Oktober am Kiosk oder online portokostenfrei zu bestellen).

Die 31-jährige Rohde, Juniorchefin einer Hagener Immobilienfirma, will 2009 als erste Deutsche mit dem privaten Raumgleiter SpaceShip Two einen Kurztrip ins All unternehmen und sich damit einen Lebenstraum erfüllen. Der Ausflug in den Weltraum kostet rund 220.000 US-Dollar. Bei Tests mit dem Antriebssystem für das Raumfahrzeug hatte es allerdings in diesem Juli eine schwere Explosion gegeben, durch die drei Menschen getötet worden waren.

Von diesem Unglück zeigt sich Rohde unbeeindruckt: "Natürlich ist der Unfall tragisch, aber wir haben ja noch anderthalb Jahre Zeit, bis die ersten Flüge losgehen. Es wäre Quatsch jetzt auszusteigen", sagte sie Technology Review. Im Übrigen habe sie großes Vertrauen in die Konstruktion des SpaceShip-Erbauers Burt Rutan: "Er ist ein schriller, lebhafter Erfindertyp, aber er macht einen zuverlässigen und seriösen Eindruck." (wst)