Scharfe Fernsehbilder im Heimkino

Anwender, die sich für die HDTV-Zukunft rüsten möchten, finden im Handel mittlerweile entsprechende Satelliten-Receiver mit Festplatte und Doppeltuner. Doch noch hakt es vor allem bei der Übertragung der Aufnahmen auf einen PC.

vorlesen Druckansicht 158 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Wer vor dem Kauf eines neuen Satelliten-Receivers steht, kann schon einmal einen Blick auf aktuelle Geräte mit DVB-S2-Tuner werfen – normales Satelliten-Fernsehen empfangen sie anstandsfrei, gleichzeitig tätigt man eine Investition in das Fernsehen der Zukunft. Spätestens zu den Olympischen Spielen 2010 wollen ARD und ZDF hochaufgelöste Fernsehbilder ausstrahlen, davor soll es eine Reihe von Testausstrahlungen geben. Der Bezahlsender Premiere bietet bereits seit geraumer Zeit zwei HDTV-Vollprogramme an. Dazu passende HDTV-Receiver mit Doppeltuner, Festplatte und PC-Anschluss sollten selbst Fernseh-Enthusiasten zufriedenstellen.

Bei einem Test in der kommenden Ausgabe von c't konnte jedoch keiner der HDTV-fähigen Satelliten-Receiver voll überzeugen. Zwar haben die Geräte in der Regel Festplatten mit einer Kapazität bis zu 750 GByte. Da eine 90-minütige HDTV-Aufnahme jedoch mindestens 10 GByte belegt, wird es früher oder später eng auf der Platte. Obwohl alle Testkandidaten über einen Netzwerkanschluss verfügten, war nur ein einziger Receiver tatsächlich in der Lage, darüber auch Aufzeichnungen zu übertragen – noch dazu im Schneckentempo. Die alternativ mögliche Übertragung auf eine externe USB-Festplatte erwies sich ebenfalls nicht als Königsweg: Die Mitschnitte wurden hier im besten Fall zerstückelt angeliefert und mussten erst wieder zusammengefügt werden.

Einer der getesteten Receiver besaß zwar zwei Empfangsteile, aber nur eines davon war HDTV-tauglich, der andere Tuner beherrschte nur das herkömmliche DVB-S. Auch war der Receiver nicht in der Lage, gleichzeitig einen hochaufgelösten Film aufzuzeichnen, während man einen anderen anschaut – was zumindest innerhalb desselben Transponders möglich sein sollte, in dem ja mehrere Programme verpackt sind.

Den vollständigen Testbericht bringt c't in der kommenden Ausgabe 7/08, die ab Montag an den Verkaufsstellen ausliegt. (vza)