Medion übertrifft die selbstgesteckten Ziele

Nach Verlusten in Millionenhöhe im Vorjahr kann der Essener Elektronikanbieter 2007 wieder mit einem Überschuss von 20 Millionen Euro aufwarten. Die eingeleitete Restrukturierung soll auch 2008 profitables Wachstum bringen.

vorlesen Druckansicht 22 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Nach Verlusten in Millionenhöhe im Vorjahr kann der Essener Elektronikanbieter und Aldi-Hauslieferant Medion 2007 wieder mit einem Überschuss von 20 Millionen Euro aufwarten. "Wir haben unsere wirtschaftlichen Ziele vollständig erreicht, in Teilen sogar deutlich übertroffen. Wir sind heute genau dort, wo wir vor etwas mehr als einem Jahr hin wollten", erklärt Gerd Brachmann, CEO der Medion AG. Wie bereits zum Jahresauftakt prognostiziert, schloss der Konzern das zurückliegende Geschäftsjahr mit einem Umsatz von rund 1,659 Milliarden Euro ab – 3,4 Prozent mehr als 2006.

Während das Kerngeschäft mit PC- und Multimedia-Produkten nur knapp 2 Prozent auf 1,136 Milliarden Euro zulegen konnte, schaffte Medion in der Sparte Unterhaltungselektronik & Dienstleistungen ein Umsatzplus von fast 7 Prozent auf 523,6 Millionen Euro. Die Umsatzverteilung zwischen Inlands- und Auslandsgeschäft bleibt unverändert: Die Niederlassungen im überwiegend europäischen Ausland tragen mit etwa 33 Prozent zum Gesamterlös des Konzerns bei.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beziffert Medion auf 29 Millionen Euro. "Wir haben uns 2007 erfolgreich gegen den strukturellen Preisverfall in unserer Branche gestemmt und gleichzeitig die Ergebnisqualität verbessert", kommentiert Finanzvorstand Christian Eigen. Künftig wolle sich der Konzern noch stärker darauf konzentrieren, die "Chancen im Bereich Consumer Electronics mit innovativen Produkten und Dienstleistungen zu nutzen."

Die im vergangenen Jahr eingeleitete Restrukturierung, in deren Zuge umfangreiche Sparmaßnahmen, Personalabbau und die Schließung des Mühlheimer Repair-Centers auf den Weg gebracht wurden, soll auch 2008 profitables Wachstum möglich machen. Allerdings rechnet der Vorstand für das laufende Jahr nur mit einem moderaten Umsatzwachstum von 3 bis maximal 5 Prozent auf rund 1,75 Milliarden Euro. Das EBIT soll hingegen deutlicher zulegen und auf 2,5 Prozent des Umsatzes klettern. (map)