Maßgeschneiderte Partikel per Laser
Forscher am Laser Zentrum Hannover haben ein neues Herstellungsverfahren für Nanopartikel entwickelt. Das berichtet Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe.
- Veronika Szentpetery
- Dr. Wolfgang Stieler
Forscher um Stephan Barcikowski vom Laser Zentrum Hannover haben ein neues Herstellungsverfahren für Nanopartikel entwickelt. Das berichtet Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe 08/08 (seit dem 24. 7. am Kiosk oder portokostenfrei online zu bestellen).
Nanopartikel werden beispielsweise in kratzfesten Autolacken oder bei der Krebsbekämpfung eingesetzt, müssen aber für solche Anwendungen in sehr reiner Form vorliegen. Bei den existierenden chemischen Herstellungsverfahren kommt es allerdings häufig zu Verklumpungen oder Verunreinigungen, folglich müssen die Partikel aufwendig gereinigt werden.
Die Forscher um Stephan Barcikowski vom Laser Zentrum Hannover haben nun ein neues Herstellungsverfahren entwickelt, bei dem die Nanopartikel mithilfe von kurz gepulsten Lasern aus beliebigen Materialien wie Gold, Eisen und Silizium präzise abgetragen werden. Die Stoffe liegen dabei in einer Trägerflüssigkeit, die die positiv geladenen und sich gegenseitig abstoßenden Partikel stabilisiert. Werden ihr biologische Substanzen wie DNA-Stücke und bestimmte Proteine beigemischt, lassen sich die Partikel gleich bei der Herstellung mit biologischen Funktionen versehen.
Auf diese Weise ließe sich etwa bei Gentherapien ein DNA-Stück in den Zellkern einschleusen, indem zusätzlich zum Gen auch ein Membranöffner-Protein wie Penetratin an die Partikel geheftet wird. Als weitere Anwendung lassen sich Kunststoff-Bausteine als Trägerflüssigkeit einsetzen und daraus Implantate mit bioaktiven Nanoeffekten herstellen, die etwa das Einwachsen fördern und Narben verhindern. (Veronika Szentpetery) / (wst)