Weniger Personalabbau bei Siemens Ă–sterreich

Statt 470 Personen sollen nunmehr 150 ihren Arbeitsplatz "freiwillig" räumen.

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Der Stellenabbau in der Softwaresparte PSE (Program and Systems Engineering) bei Siemens Österreich wird geringer ausfallen, als Mitte Dezember angekündigt. Statt 470 Personen sollen nunmehr 150 ihren Arbeitsplatz "freiwillig" räumen. Die Freiwilligkeit soll durch zusätzliche Abfindungszahlungen (Abfertigungen) gefördert werden. Hundert Betroffene können sich über eine Arbeitsstiftung umschulen beziehungsweise weiterbilden lassen, um in Folge leichter eine neue Beschäftigung zu finden. Der im Sommer begonnene Personalabbau von insgesamt 500 Stellen in Verwaltungsbereichen von Siemens Österreich schreitet indes unvermindert voran.

Vertreter der PSE-Belegschaft sind zwar froh über das kurz vor Weihnachten erreichte Verhandlungsergebnis. Immerhin haben sie 320 Arbeitsplätze gerettet. Nach wie vor fürchten sie jedoch eine Zerschlagung von PSE in kleinere Einheiten, was ihrer Meinung nach weitere Jobs kosten und überhaupt die Software-Entwicklung von Siemens in Österreich gefährden würde. Bereits 2006 hatte ein Teil der Belegschaft durch einen Warnstreik gegen Ausgliederung und Verkauf von PSE demonstriert. (Daniel AJ Sokolov)/ (axv)