Nokia Siemens beschleunigt EDGE
Nokia Siemens Networks kündigt für das dritte Quartal ein Software-Update für GSM/EDGE-Basisstationen an, das die Download-Geschwindigkeit auf 592 kBit/s steigern soll.
Nokia Siemens Networks kündigt für das dritte Quartal ein Software-Update für seine GSM/EDGE-Basisstationen an, das die Download-Geschwindigkeit auf 592 kBit/s steigern soll. Bislang liegt das theoretische Maximum bei EDGE bei rund 480 kBit/s, die deutschen Netzbetreiber nutzen jedoch maximal fünf EDGE-Kanäle, sodass sich mit entsprechend ausgestatteten Geräten eine maximale Download-Geschwindigkeit von knapp 300 kBit/s ergibt. Nokia Siemens bezeichnet die Erweiterung jedoch nur als ersten Schritt, eine weitere Erhöhung auf 1,2 MBit/s soll folgen. Die Upload-Geschwindigkeit soll in dieser zweiten Stufe auf rund 470 kBit/s steigen, einen Zeitpunkt der Verfügbarkeit nannte der Anbieter jedoch noch nicht.
Die Beschleunigung erzielt Nokia Siemens durch verschiedene Maßnahmen, unter anderem eine verbesserte Modulation und die Reduzierung der Latenzzeiten. Die Kompatibilität zwischen Geräten verschiedener Hersteller soll durch 3GPP Release 7 sichergestellt sein.
Auch der Netzwerk-Ausrüster Ericsson will GSM-Netze mit der auch als evolved EDGE bezeichneten Technik ausrüsten, rechnet aber erst mit einer Verfügbarkeit im kommenden Jahr. T-Mobile hat als einziger Netzbetreiber in Deutschland ein nahezu flächendeckendes EDGE-Netz aufgebaut, Vodafone und O2 rüsten ihre Basisstationen lediglich in Regionen auf, die nicht per UMTS versorgt werden. E-Plus-Kunden kommen bislang in solchen Regionen nur mit dem langsamen GPRS-Datendienst ins Netz. Ob die EDGE-Erweiterung in den deutschen Netzen jemals Einzug halten wird, ist fraglich, schließlich stehen mit UMTS und HSPA schnellere Datendienste bereits fast flächendeckend zur Verfügung. (ll)