Sicherheitsüberprüfung für ausländische Doktoranden in Großbritannien
Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt hat die britische Regierung seit dem 1. November ein neues Sicherheitsprogramm für die Überprüfung von ausländischen Nachwuchs-Wissenschaftlern in Kraft gesetzt.
Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt hat die britische Regierung seit dem 1. November ein neues Sicherheitsprogramm für die Überprüfung von ausländischen Nachwuchs-Wissenschaftlern in Kraft gesetzt. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature in seiner aktuellen Ausgabe.
Das "Academic Technology Approval Scheme" (ATAS) verpflichtet Doktoranden aus Nicht-EU-Ländern – mit Ausnahme der Schweiz–, einen Online-Fragebogen auszufüllen, der unter anderem den familiären Hintergrund beleuchtet. Das Programm betrifft insgesamt 41 wissenschaftliche Disziplinen und schätzungsweise rund 23.000 Personen. Ziel der Maßnahme ist laut einem von Nature anonym zitierten Ministerialbeamten, zu verhindern, dass technisches und wissenschaftliches Know-How aus sensitiven Gebieten wie Atomphysik oder Mikrobiologie "in die falschen Hände" gerate. (wst)