US-Telecomkonzern Sprint Nextel scheitert bei Suche nach frischem Kapital
Immer wieder wird über einen Verkauf von Konzernteilen des US-Mobilfunkanbieters oder eine Übernahme durch einen Konkurrenten spekuliert. Auch die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile USA war als Interessent im Gespräch.
Der verlustreiche US-Mobilfunkanbieter Sprint Nextel ist bei seiner Suche nach dringend benötigtem frischen Kapital in Milliardenhöhe gescheitert. Der drittgrößte US-Provider blies am Donnerstagabend überraschend eine erst am Vortag als Wandelanleihe angekündigte Kapitalspritze von drei Milliarden Dollar wieder ab. Die am Markt erreichbaren Konditionen seien zu schlecht gewesen, teilte Sprint Nextel mit.
Der Konzern steckt angesichts sinkender Kundenzahlen tief in der Verlustzone. Erst am Mittwoch gab der Anbieter ein erneutes Minus im zweiten Quartal von 344 Millionen Dollar bekannt. Der vor rund drei Jahren fusionierte Sprint-Nextel-Konzern kämpft nach wie vor mit der Integration der beiden Unternehmen. Immer wieder wird über einen Verkauf von Konzernteilen oder eine Übernahme durch einen Konkurrenten spekuliert. Auch die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile USA war als Interessent im Gespräch. Sie ist in den USA viertgrößter Anbieter. (dpa) / (jk)