IBM kürzt Mitarbeitern in den USA den Lohn
In Fertigungsstätten in den Bundesstaaten New York und Vermont sollen rund 3500 Mitarbeiter weniger Überstundenzulagen bekommen.
Der US-amerikanische IT-Konzern IBM kürzt 3500 seiner Mitarbeiter in der Systems & Technology Group den Lohn. Betroffen sind laut US-Medienberichten Arbeiter in Halbleiter-Fertigungsstätten in East Fishkill und Poughkeepsie im US-Bundesstaat New York sowie in Vermont. Ihnen sollen im kommenden Jahr 20 Prozent der Zuzahlungen für Schicht- und Mehrarbeit gestrichen werden. Der Grundlohn werde im Januar erhöht, dadurch werde der Verlust je nach Aufgabengebit der Arbeiter um bis zu 10 wettgemacht, heißt es in US-Medien.
Die Systems & Technology Group, in der unter anderem IT-Infrastrukturprodukte, eServer, TotalStorage-Speicher- und Drucksysteme entwickelt und vertrieben werden, hatte im vergangenen Quartal einen Umsatzrückgang von 2 Prozent auf 191 Millionen US-Dollar gemeldet. Die Gehaltskürzungen würden vorgenommen, um sich besser der Konkurrenz mit anderen Unternehmen stellen zu können, wird in den Medienberichten ein IBM-Sprecher zitiert.
Die Arbeitnehmervertreter von Alliance@IBM weisen darauf hin, dass der Konzern im vergangenen Quartal seinen Gewinn insgesamt um 22 Prozent gesteigert hat und dass Manager mit höheren Zahlungen bedacht würden. Von den Kürzungen seien Menschen betroffen, die ohnehin jährlich nur etwa 30.000 US-Dollar (knapp 20.000 Euro) verdienten. (anw)