HanseNet mit Umsatzplus und Ergebnisrückgang
Die Telecom-Italia-Tochter versorgt 2,36 Millionen Kunden mit DSL, bereits über eine halbe Million nutzt dabei auch die Mobilfunkoption. Der Geschäftsführer sieht das Unternehmen "auf dem richtigen Weg".
Der Telekommunikationsanbieter HanseNet hat bei rückläufigem Ergebnis den Umsatz im 1. Halbjahr um 26 Prozent auf 601 Millionen Euro erhöht. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich leicht um 3,0 Prozent auf 115 Millionen Euro, teilte die Tochter des italienischen Konzerns Telecom Italia am heutigen Freitag in Hamburg mit. Die Zahl der Breitbandkunden (DSL) stieg zur Jahresmitte um 8,0 Prozent auf 2,361 Millionen. Ende Juni telefonierten 561.000 Kunden mobil mit der Marke Alice.
"Wir sind weiterhin auf dem richtigen Weg", berichtete Geschäftsführer Carlos Lambarri. "Wir wachsen überdurchschnittlich in Regionen und Großstädten, wo wir unser eigenes Netz haben und haben jetzt die Voraussetzungen für ein weiteres Wachstum geschaffen." Im weiteren Jahresverlauf will Lambarri das Produktportfolio mit neuen Angeboten ausbauen und so "noch mehr Kunden von Alice überzeugen". Darüber hinaus soll der Geschäftskundenbereich unter dem Dach von Telecom Italia erweitert werden.
Nach unbestätigten Medienberichten plant die Konzernmutter, ihre Hamburger Tochter zu verkaufen. Denkbar sei auch eine Fusion mit einem Wettbewerber, hatte die Tageszeitung Die Welt am Donnerstag berichtet. Wie Branchenkreise gegenüber dpa bestätigten, prüft der italienische Konzern einen Verkauf seiner Hamburger Tochter. Telecom Italia hatte Hansenet im Juli 2003 übernommen und verfolgte mit dem Telekommunikationsanbieter, der als regionaler Stadtcarrier gestartet war, ehrgeizige Pläne für eine deutschlandweite Expansion. (vbr)