Bad Oeynhausen will neue Nedap-Wahlmaschinen
Die Stadt plant die Anschaffung von 28 Wahlcomputern des niederländischen Herstellers.
Der Wahlausschuss des Rates der Stadt Bad Oeynhausen hat der Stadt einstimmig die Anschaffung von 28 Wahlcomputern des niederländischen Herstellers Nedap empfohlen. Die Empfehlung sei das Ergebnis des als "vollen Erfolg" bezeichneten Einsatzes von Nedap-Wahlgeräten bei der Landratswahl vor einem halben Jahr, zu der sich die Stadt die Geräte von der Stadt Herford ausgeliehen hatte, berichtet der Vlothoer Anzeiger in seiner heutigen Ausgabe. "Wir waren die erste Kommune, die dem Kreiswahlleiter das Gesamtergebnis mitteilen konnte", erklärte ein Verwaltungsmitarbeiter gegenüber der Zeitung.Nedap freut sich über das "Aus für Nedap-Wahlcomputer"
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(Richard Sietmann) /
Der Test hätte bewiesen, dass mit den Geräten einfacher und sicherer gewählt werden könne. Für die Anschaffung eigener Geräte spräche nach Ansicht der Verwaltung auch ein finanzieller Aspekt: Urnen und Wahlkabinen würden überflüssig, Stimmzettel seien nur noch für die Briefwahl erforderlich, und die Zahl der Mitglieder in den Wahlvorständen ließe sich von acht auf fünf reduzieren, sodass Erfrischungsgelder und Verpflegungskosten sowie Rekrutierungsaufwendungen gespart würden.
Die Stadtverwaltung gehe davon aus, dass sich die Investition bei einer garantierten Lebensdauer von 20 Jahren und mindestens 25 planmäßigen Wahlen nach zehn bis zwölf Jahren bezahlt gemacht habe. Sollten die erforderlichen Mittel von insgesamt 137.200 Euro im Haushalt bereitgestellt werden, würden die Geräte erstmals bei der Europawahl 2009 zum Einsatz kommen.
Zum Thema E-Voting und elektronische Wahlmaschinen siehe auch:
- Ă–sterreicher sind mehrheitlich gegen E-Voting
- FĂĽr den Wahlstift "ist die Zeit nicht reif"
- Petitionsausschuss: Bundesregierung soll auf Kritik an Wahlcomputern eingehen
- Neue Gesetzesinitiative gegen Wahlcomputer in den USA
- Innenministerium erteilt "verbesserten" Wahlcomputern Zulassung