ARD/ZDF-Studie: Deutsche verbringen mehr Zeit im Internet

Fast drei Stunden pro Tag sind die Deutschen inzwischen im Netz unterwegs, wie die repräsentative ARD/ZDF-Onlinestudie ergeben hat. Dabei sind immer mehr Menschen auch mobil online.

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Die Menschen in Deutschland sind immer länger online. Die tägliche Verweildauer im Netz stieg bei der Bevölkerung ab 14 Jahren im laufenden Jahr auf 169 Minuten – 2012 waren es noch 133 Minuten. Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen ARD/ZDF-Onlinestudie 2013 hervor, für die zwischen März und April 1800 Menschen ab 14 Jahren befragt wurden.

77,2 Prozent sind insgesamt online (2012: 75,9 Prozent). Die Zahl der Nutzer stieg von 53,4 Millionen auf 54,2 Millionen Menschen. 5,3 internetfähige Geräte sind nach der Befragung in einem durchschnittlichen Haushalt vorhanden. Gerade mobile Endgeräte treiben dabei den Internetkonsum voran. Die Unterwegs-Nutzung steigt binnen eines Jahres deutlich von 23 Prozent (2012) auf 41 Prozent (2013). Apps werden mittlerweile von 44 Prozent der Befragten auf unterschiedlichen Endgeräten genutzt. So hat auch die Zahl der Tablets deutlich zugelegt: War solch ein Gerät im Vorjahr erst in 8 Prozent der Online-Haushalte anzutreffen, sind es 2013 bereits 19 Prozent.

Über einen internetfähigen Fernseher verfügen inzwischen 29 Prozent der Online-Haushalte. Die Zahl derjenigen, die über ihr TV-Gerät ins Internet gehen, hat sich binnen eines Jahres von zwei Prozent (2012) auf zwölf Prozent (2013) versechsfacht. Rund fünf Minuten – das sind zwei Prozent des durchschnittlichenFernsehkonsums pro Tag – werden über das Internet ferngesehen, drei Minuten linear und zwei Minuten zeitversetzt. Bei den jüngeren Menschen zwischen 14 und 29 entfallen zwölf Minuten des Fernsehkonsums aufs Netz.

77,2 Prozent der Erwachsenen ab 14 Jahren in Deutschland sind online (2012: 75,9 Prozent). Damit steigt die Zahl der Internetnutzer moderat von 53,4 Millionen auf 54,2 Millionen Menschen. Für das Wachstum ist ausschließlich die Generation der "Silver Surfer" (ab 50 Jahren) verantwortlich. Den größten "Sprung" vom Offliner zum Onliner machen 2013 die über 70-Jährigen: von 20,1 Prozent (2012) auf 30,4 Prozent (2013). Bei den 50- bis 59-Jährigen steigt die Internetverbreitung um 6 Prozentpunkte auf 82,7 Prozent, bei den über 60-Jährigen um 3 Prozentpunkte auf 42,9 Prozent. (axk)