Ergebnisrückgang bei Funkwerk
Der Telekommunikationstechnik-Anbieter plant Personalabbau.
Der Telekommunikationstechnik-Anbieter Funkwerk hat im zweiten Quartal einen Rückgang beim Ergebnis verbucht. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) sank auf 1,1 Millionen Euro nach 1,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Als Sorgenkind erwies sich die Sparte Enterprise Communication, die unter anderem Produkte für den Internetzugang anbietet. In diesem Bereich seien bereits kleinere Produktionsstandorte geschlossen worden. Außerdem sollen bis Jahresende etwa 100 der insgesamt 1664 Mitarbeiter entlassen werden, berichtet dpa. Der Umsatz blieb mit 69,8 Millionen Euro im zweiten Quartal stabil.
Funkwerk ist auf Kommunikations- und Sicherheitstechnik für Bahngesellschaften, Verkehrsbetriebe, Unternehmen sowie Mobilfunk-Verstärker für die Automobilindustrie spezialisiert. Die Firma hat ihr Produktportfolio in den letzten Jahren aber auch durch Übernahmen unter anderem des WLAN-Spezialisten Artem, des Netzwerkanbieters Bintec Access Networks und des Telefonanlagenherstellers Elmeg ausgedehnt.
Zuletzt hatte Funkwerk den französischen Beschallungsspezialisten und Hersteller von Lautsprechertechnik Bouyer gekauft; davor ging beispielsweise ein Hersteller von Kamerasteuertechnik und der Sicherheitsspezialist VarySys in den Besitz von Funkwerk über.
Im Mai hatte Funkwerk verkündet, auch auf dem Markt für Sicherheits- und Überwachungslösungen eine führende Rolle spielen zu wollen. Dafür schuf der Konzern einen eigenen Bereich: "Security Communication", der die Produktgruppe Messaging (Lösungen zur Personensicherung) und die bisher bei "Traffic & Control Communication" angesiedelten Videosysteme umfasst und nun integrierte Sicherheitstechnik anbietet. (jk)