Nanoröhrchen treiben Display-Elektronik
Wissenschaftler der Purdue University haben erstmals ein Display gezeigt, dessen Steuerungselektronik aus halbleitenden Nanoröhrchen besteht.
Wissenschaftler der Purdue University haben erstmals ein Display gezeigt, dessen Steuerungselektronik aus halbleitenden Nanoröhrchen besteht. Nach Angaben der Universität soll der Prototyp nicht nur zeigen, dass sich Nanoröhrchen als Steuerungselektronik eignen, sondern auch, dass die winzigen Röhrchen sehr viel mehr Licht durchlassen, als die üblicherweise verwendeten Silizium-Transistoren.
Sanghyun Ju und seine Kollegen beschreiben den lediglich zwei mal zwei Millimeter große Prototyp in einem Aufsatz, der in der April-Ausgabe der Fachzeitschrift Nano Letters erscheinen soll: Als Trägerschicht dient eine Glasplatte. Darauf hatten die Forscher Kontakte und Leiterbahnen aus transparentem Indiumzinnoxid aufgebracht. Das aktive Halbleitermaterial besteht aus Indium-Oxid-Nanoröhrchen, die zwischen dem Source- und dem Drain-Kontakt liegen. Darüber werden dann die Schichten für organisches Leuchtmaterial deponiert. Je drei Transistoren und ein Kondensator schalten und treiben eine organische Leuchtdiode.
Normalerweise würde in dieser – vergleichsweise einfach zu fertigenden – Geometrie die Leuchtfläche des Pixels teilweise durch die Elektronik verdeckt. Da die Elektronik jedoch weitgehend transparent ist, lässt sich schon bei relativ geringen Strömen eine hohe Leuchtdichte realisieren. (wst)