Acer will im B2B stärker wachsen
Acer wird seine Channel-Aktivitäten in den kommenden Monaten ausweiten, um mit spezifischen Produkten im B2B noch mehr Fuß zu fassen. Dafür stockt der Hersteller in der DACH-Region auch seine Vertriebsmannschaft auf.
Während Acer weltweit im vergangenen Quartal in die roten Zahlen gerutscht ist, entwickelt sich das Geschäft in der DACH-Region offenbar gegen den Trend: "Wir geben für einzelne Regionen keine Zahlen heraus, aber das Geschäft in der DACH-Region hat sich in diesem Jahr sehr erfolgreich für uns entwickelt", erklärt Wilfried Thom, Region Manager Central Europe bei Acer. Vor allem im sogenannten "New-IT"-Markt, der Tablets, Touch&Type-Geräte oder Phablets umfasst, sei der Hersteller "sehr gut" aufgestellt und positioniert. "Bei den Touch&Type-Geräten haben wir derzeit einen Marktanteil von 45 Prozent. Zugegeben, der Markt ist noch recht klein. Insgesamt werden monatlich circa 10.000 Geräte verkauft. Dennoch sind wir mehr als zufrieden", unterstreicht Thom. Überproportionale Wachstumschancen sieht der Acer-Manager in diesem Bereich vor allem auch, weil sich die Geräte für den Einsatz im Bereich Education eigneten.
Acer musste vor allem einen drastischen Rückgang bei den Netbooks verkraften, der sich auch im B2B-Sektor niederschlug. Der Marktanteil lag dort laut der GfK im vergangenen Jahr noch bei 45 Prozent, spielt nun aber keine Rolle mehr. An seiner Channelstrategie hält das Unternehmen weiter fest und will besonders den Bereich Mobility für den B2B-Markt ausbauen und auch hier künftig mit den Touch&Type-Produkten erfolgreich sein.
Im Channelmarketing konzentriert sich Acer auf den Ausbau des Bonusprogramm und der Leadgenerierung, wie Thom bekräftigt. "Wir bauen das Partnerkonzept weiter aus. Acer Synergy Partner erhalten beispielsweise künftig eine direkte telefonische Betreuung und einen persönlichen Betreuer zugewiesen", so der Region Manager Central Europe. Daher habe das Unternehmen auch seine Vertriebsmannschaft weiter personell aufgestockt. "Wir werden die Goldpartner noch aktiver betreuen, Businesspläne mit ihnen erstellen, Marketingmaßnahmen individuell auf sie abstimmen und die Aktivitäten regelmäßig gemeinsam reflektieren", verspricht Thom. Die Maßnahmen würden nun alle umgesetzt, mit erkennbaren Ergebnissen rechnet er jedoch frühestens ab dem Q4/2013.
Im Smartphonesektor hat Acer noch einmal eine neue Offensive mit den Modellen E1 und E2 gestartet. Dank der Ausstattung mit Dual-Sim seien diese Produkte besonders für den B2B-Bereich geeignet. "Dual-Sim kommt bei unseren Kunden wirklich gut an, so dass wir diese Funktion nun auch in unseren Phablets (Ausnahme S2) anbieten", erklärt Thom. "Unser Fokus ist auf Touch&Type gerichtet. Auch im reinen Touch-Bereich bei den Tablets haben wir eine sehr gute Position eingenommen und bei Smartphones sehe ich ebenfalls gute Chancen. Zudem wollen wir uns künftig im Phablet-Segment erfolgreich ausrichten", kündigt Thom an.
Als Nachfolger für Mirco Krebs, der auf den Posten des Director Commercial Products EMEA wechselte, konnte Acer im Mai Stefan Tiefenthal als Head of Professional Division gewinnen. "Mit Stefan Tiefenthal haben wir das erhalten, was wir uns erhofft und gewünscht haben: Einen echten Hochkaräter aus dem B2B-Bereich", freut sich Thom über den Neuzugang. Tiefenthal setze die Arbeit von Mirco Krebs erfolgreich fort. "Mirco Krebs war zuletzt in einer Doppelfunktion aktiv. Deutschland ist für Acer im B2B aber ein so wichtiger Markt, dass jemand in dieser Position benötigt wurde, der sich 100prozentig auf die Rolle konzentrieren kann. Daher war es wichtig, hier jemanden Neuen zu finden", bekräftigt Thom. (roh)