Apple räumt Probleme mit MagSafe-Netzteilen ein

Am Stromversorgungsstecker von MacBook und MacBook Pro können Zugentlastungsschäden auftreten. Der Hersteller will kostenlos umtauschen.

vorlesen Druckansicht 185 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Das Problem ist schon seit längerem unter Apple-Nutzern bekannt: MagSafe-Netzteile bei MacBook und MacBook Pro, die im Alltag besonders stark belastet werden, neigen unterhalb des Rechnersteckers zu Rissen in der Kunststoffummantelung. Hersteller Apple hat den Defekt nun erstmals in einem Supportdokument offiziell eingeräumt. Auslöser ist demnach eine nicht korrekt arbeitende Zugentlastung. "Vielleicht ist Ihnen eine Abnutzung der weißen Kabelisolierung am magnetischen Ende des MagSafe Netzteils aufgefallen", schreibt Apple dazu in der Fehlerbeschreibung, "mit der Zeit kann sich das Kabel verfärben". Auch könne sich die Gummiisolierung verformen.

Betroffen von dem Problem sind laut Apple sämtliche Modelle von MacBook und MacBook Pro seit Ende 2006. Wer solche Schäden entdeckt, solle sich an Apple oder an einen autorisierten Service-Provider wenden. Dieser tausche das Netzteil dann gegebenenfalls kostenlos aus - und zwar auch dann, wenn es sich nicht mehr in der einjährigen Garantiephase befinde. Allerdings dürfe die Stromversorgung dazu "keine Anzeichen von Missbrauch" aufweisen. Wie viele Geräte von dem Problem betroffen sind, gab Apple nicht an; es könnte sich allerdings um einen grundsätzlichen Designfehler handeln. Seit Erscheinen der Core 2 Duo-Varianten von MacBook und MacBook Pro hat Apple bereits die Isolierung des Netzteilkabels überarbeitet, doch auch das scheint gegen Zugentlastungsschäden nicht ausreichend zu helfen.

Apples MagSafe-Netzteile enthalten einen neuartigen Rechnerstecker, der mit Magnetkraft am Gehäuse haftet. Stolpert ein ungeschickter Zeitgenosse über das Kabel, löst es sich seitlich automatisch, um einen "Absturz" des teuren Notebooks zu vermeiden. Neben Zugentlastungsschäden wurden bereits Kabelbrüche und Schmorstellen an Stecker und Kabel solcher Netzteile gemeldet, allerdings kommen diese nur sporadisch vor. Apple erweist sich Nutzern zufolge in diesen Fällen oft kulant und tauscht dann aus. Wer Probleme mit seiner MacBook- und MacBook Pro-Stromversorgung hat, sollte deshalb in jedem Fall mit Apple oder einem autorisierten Service-Provider Kontakt aufnehmen, auch wenn das Gerät sich nicht mehr in Garantie befindet. (bsc)