Gewinneinbruch bei Applied Materials
Der WeltmarktfĂĽhrer bei Fertigungsanlagen fĂĽr die Chipbranche leidet weiter unter den Schwierigkeiten der Speicherhersteller, sieht aber Licht am Ende des Tunnels.
Der US-Hrsteller von Chip-Produktionsmaschinen Applied Materials hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres den größten Gewinneinbruch seit über einem Jahr gemeldet. Das Konzernergebnis fiel im Vergleich zum Vorjahresquartal von 474 Millionen US-Dollar um 65 Prozent auf nunmehr knapp 165 Millionen US-Dollar. Der Umsatzschwund hält ebenfalls an, im dritten Jahresabschnitt sanken die Einnahmen um 28 Prozent auf 1,85 Milliarden US-Dollar. Damit lag das Ergebnis in den Erwartungen.
Applied Materials leidet weiter unter der Investitionszurückhaltung bei den Speicherherstellern, die mit Kostensenkungen auf die angespannte Marktlage reagieren. Das führt zu weniger Aufträgen für Fertigungsanlagen. Analysten zufolge entfallen über zwei Drittel der Ausgaben für Chip-Fertigungstechnik auf die Speicherbranche. Der Marktanteil von Applied Materials liegt bei etwa 20 Prozent, das Unternehmen gilt daher als Stimmungsbarometer für die Branche. Im Januar hatte der Konzern den Abbau von 1000 Jobs angekündigt.
Bei der Bekanntgabe des Ergebnisses am gestrigen Dienstagabend zeigte sich Konzernchef Michael Splinter zuversichtlich, dass die Branche nun die Talsohle erreicht habe und wieder Besserung in Sicht sei. Für das laufende Quartal erwartet der Weltmarktführer einen Umsatzanstieg zwischen zwei und zehn Prozent. Im nachbörslichen Handel konnte die Aktie des Ausrüsters dann auch leicht zulegen. (vbr)