ZVEI: Markt für elektronische Komponenten erholt sich

Wachstumstreiber seien vor allem die Industrie- und die Kfz-Elektronik, heißt es bei dem Branchenverband. Dagegen gebe es bei den Komponenten für Telekommunikation einen Rückgang, vor allem wegen Produktionsverlagerungen bei Handys nach Osteuropa.

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  • dpa

Die Hersteller elektronischer Komponenten können für das kommende Jahr im deutschen Markt wieder auf ein anziehendes Wachstum hoffen. Nachdem die Umsätze in diesem Jahr nur um ein halbes Prozent auf 17,5 Milliarden Euro steigen dürften, verspreche 2008 gut vier Prozent Wachstum, teilte der Fachverband Electronic Components and Systems im Branchenverband ZVEI anlässlich der Messe Productronica mit. "Damit sehen wir nach einer Periode der Stagnation wieder einem soliden Wachstum der Märkte für elektronische Komponenten entgegen", sagte der Vorsitzende des Fachverbandes, Martin Stark.

Die einzelnen Branchensegmente entwickeln sich dabei unterschiedlich. So werde der schwächelnde Halbleiter-Markt, der in diesem Jahr noch um ein Prozent nachgeben dürfte, 2008 von der wachsenden Nachfrage in der Kfz-Elektronik, Datentechnik und Industrie-Elektronik profitieren. Das Halbleiter-Geschäft dominiert mit einem Anteil von 63 Prozent den Gesamtmarkt für elektronische Komponenten. Dagegen sei im Markt für passive Bauelemente nach einem Umsatzwachstum um voraussichtlich 5,6 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro in diesem Jahr für 2008 wieder mit einem langsameren Wachstum um knapp drei Prozent zu rechnen.

Wachstumstreiber unter den verschiedenen Produktsegmenten seien vor allem die Industrie- und die Kfz-Elektronik, hieß es. Dagegen werde die Telekommunikation das laufende Jahr wie bereits 2006 mit einem Umsatzrückgang um fünf Prozent auf rund drei Milliarden Euro abschließen. Dies sei nach wie vor auf Produktionsverlagerungen bei Mobiltelefonen nach Osteuropa zurückzuführen, hieß es. Auch im europäischen Markt für elektronische Komponenten hofft die Branche nach einem Rückgang wegen des starken Euro in diesem Jahr für 2008 wieder auf einen Zuwachs um gut zwei Prozent auf ein Umsatzvolumen von 52 Milliarden Euro. Der Weltmarkt dürfte den Prognosen zufolge nach knapp fünf Prozent Wachstum auf 394 Milliarden Euro im laufenden Jahr 2008 um sechs Prozent zulegen. (dpa) / (jk)