Russland will Computerverbreitung im Land fördern

Nur jede vierte russische Familie verfügt nach Angaben von Staatspräsident Dmitri Medwedew über einen Computer. Damit sich dies künftig ändert, soll ein Entwicklungsrat nun eine Strategie für die digitalisierte Gesellschaft in Russland ausarbeiten.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Nur jede vierte russische Familie verfügt nach Angaben von Staatspräsident Dmitri Medwedew über einen Computer. Damit sich dies künftig ändert, wurde ein Entwicklungsrat der digitalisierten Gesellschaft in Russland gegründet, der am gestrigen Donnerstag zum ersten Mal im Kreml zusammentrat. Agenturmeldungen zufolge beklagte sich Medwedew – der selbst als "Internet-Fan" gilt – bei dieser Gelegenheit unter anderem darüber, dass die Behörden im Land in ihren Computern häufig nicht viel mehr als eine bessere Schreibmaschine sehen würden.

Vor allem Lehrer müssen nach Medwedews Angaben künftig im Umgang mit Computertechnik geschult werden. Zwar exportiere Russland, das im Jahr 2007 als Partnerland der CeBIT auftrat, inzwischen IT und Dienstleistungen im Wert von über einer Milliarde US-Dollar jährlich, insgesamt sei Russland aber "weit weg von den entwickelten Ländern". Und der Rückstand auf die führenden Nationen werde nicht kleiner, sondern im Gegenteil größer. Es müsse deshalb eine Strategie ausgearbeitet werden, um die Rolle der Computertechnologie im Land zu stärken, verdeutlichte der Staatspräsident. (pmz)