T-Mobile Austria streicht 20 Prozent der Arbeitsplätze

Die Einsparungen bei der österreichischen T-Mobile-Tochter sollen vor allem die zentrale Verwaltung betreffen. Gewerkschaftssprecher kritisierten, der Preiskampf im österreichischen Mobilfunk habe zu einer "inakzeptablen Hire and Fire-Situation" geführt.

vorlesen Druckansicht 39 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • JĂĽrgen Kuri

Österreichs zweitgrößter Mobilfunkbetreiber T-Mobile Austria plant die radikale Kürzung seines Mitarbeiterstabs. Etwa 20 Prozent der zuletzt 1650 Jobs würden gestrichen, berichtete die Nachrichtenagentur APA am Mittwochabend unter Berufung auf Unternehmenskreise. T-Mobile Austria ist eine Tochter der deutschen T-Mobile. Während 131 Stellen sofort gestrichen würden, werden die übrigen Kürzungen durch die Nicht-Besetzung freiwerdender Posten erreicht.

Zuvor hatte bereits das Wirtschaftsmagazin Format von drastischen Stellenkürzungen bei dem Unternehmen berichtet. Die Einsparungen sollen vor allem in der zentralen Verwaltung, nicht jedoch im Bereich des Kundendienstes vorgenommen werden. Der "Umbau", so eine Sprecherin, habe nichts mit den Sparplänen der Deutschen Telekom zu tun.

Gewerkschaftssprecher kritisierten, dass der Preiskampf im österreichischen Mobilfunk zu einer "inakzeptablen Hire-and-Fire-Situation" geführt habe. Die jetzige Kündigungswelle ist nicht die erste bei T-Mobile. Schon 2004 hatte T-Mobile in einer Sparwelle 230 Mitarbeiter abgebaut. (jk)