Mobility Radeon 4000 HD: AMD verrät erste Details
Die AMD-Grafiksparte legt ihre Grafikchips fĂĽr Mobilrechner neu auf. Wie immer steigt die Leistung, der Stromhunger leider auch.
Das Wettrüsten geht munter weiter: Genau ein Jahr nach Vorstellung der Mobility-Radeon-HD-3000-Reihe hat AMD heute auf der CES erste Informationen zur nächsten Generation seiner Notebook-Grafikchips veröffentlicht. Ebenso wie die Vorgängerserie unterstützt die Baureihe "Mobility Radeon HD 4000" DirectX 10.1 und fächert sich in eine Einsteiger-, eine Mittel- und eine High-End-Klasse auf.
Die High-End-Klasse für Gamer-Notebooks heißt 4800 und unterstützt Crossfire, AMDs Technik zum Parallelbetrieb von zwei identischen Grafikchips. Der mit 888 MHz getaktete Grafikspeicher (je nach Modell GDDR3 oder GDDR5) ist wie beim Vorgängermodell 3800 mit 256 Signalleitungen angebunden, die Zahl der Shader-Rechenkerne hat ATI auf 800 mehr als verdoppelt. Mit der von AMD vorgeschlagenen Taktfrequenz von 550 MHz wäre das Topmodell Mobility Radeon HD 4870 etwas langsamer als der Desktop-Chip 4850 – allerdings können die Notebook-Hersteller eine niedrigere Taktfrequenz wählen, um die Wärmeabgabe zu reduzieren.
Als TDP-Zielwert der 4800er-Chips gibt AMD 45 bis 65 Watt an, während der Vorgänger noch mit 35 bis 45 Watt auskam. Zum Vergleich: Alle Komponenten eines Netbooks zusammen geben sich bei geringer Systemlast mit unter 15 Watt zufrieden.
Die Mittelklasse besteht aus den 4600er-Chips mit 320 Shader-Prozessoren – diese Anzahl war in der Vorgängergeneration der High-End-Klasse 3800 vorbehalten. Die maximale Leistungsaufnahme soll auf dem Mittelklasse-Niveau des 3600er-Chips bleiben (15 bis 32 Watt). In der 4670er-Ausführung mit 675 MHz dürfte der Mobil-Grafikchip etwas schneller sein als die Desktop-Variante 4650.
Die 4300er- und 4500er-Modelle bilden die Einstiegsklasse mit jeweils 80 Shader-Prozessoren und 8 bis 15 Watt angepeilter maximaler Leistungsaufnahme. Insgesamt lassen die Werte auf ein Leistungsplus der gesamten 4000er-Reihe von zirka 50 Prozent im Vergleich zur 3000er-Serie schlieĂźen.
Der Pressemitteilung von AMD zufolge soll ein Mobility Radeon HD 4650 im ersten Quartal 2009 in den Notebooks N51Tp und N81Vp von Asus sein Debüt geben. Ein 4800er-Chip soll im GT725 von MSI starten. Unklar ist jedoch, wann die ersten Notebooks mit den neuen Grafikchips in Deutschland erhältlich sein werden.
Nach der Vorstellung der 3000er-Generation im Januar 2008 hatte es ein Dreivierteljahr gedauert, bis die ersten Mobilrechner mit dem 3800-Chip im Handel waren. Die Einsteiger- und Mittelklasse-Varianten waren schneller erhältlich. (cwo)